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Freitag, 10. Februar 2012

Abstracts aus der   Fleischwirtschft

Fleischwirtschaft 90 (2), S. 92-94, 2010

Nutzung männlicher Legehybriden als Stubenküken

Mastleistung und Schlachtkörperzusammensetzung

Von Mirjam Koenig, Gisela Hahn, Klaus Damme und Matthias Schmutz

Stubenküken | männlicher Legehybrid | Ethik | Legehennen | Schlachtkörperzusammensetzung | Schlachtkörperqualität |Mastleistung

  Die vorliegende Untersuchung steht im Zusammenhang mit der Entwicklung von Verfahren, welche die Tiergerechtheit im Bereich der Vermehrung von Legehennen verbessern sollen. Hierbei sollen durchgehend ethisch vertretbare Produktionsverfahren entwickelt und wirtschaftlich optimiert werden. Konkretes Ziel ist es, Alternativen zur
derzeitigen Praxis der Tötung frisch geschlüpfter männlicher Legehybriden (2007 in Deutschland: 42,5 Mio.) aufzuzeigen. Im Rahmen mehrerer Mastdurchgänge wurden die Wirtschaftlichkeit, verschiedene Managementfaktoren und vor allem die Produkteigenschaften untersucht. Hierbei wurden zunächst Basisdaten unter anderem zur Mastleistung und Schlachtkörperzusammensetzung erarbeitet, um die geeigneten
Legehybrid-Herkünfte zu ermitteln. In den Versuch wurden die mittelschweren Braunleger Lohmann Brown und Hy-Line Brown sowie die leichten Weißleger Lohmann Selected Leghorn und Dekalb White mit einbezogen. Als Vergleich mit konventionellen Masthähnchen wurde der Masthybrid Ross 308 herangezogen. Die Tiere wurden in Boden
haltung mit einem Standardmastfutter ad libitum gemästet. Das festgelegte Zielgewicht von 650.g erreichten die Broiler nach 19 Tagen, die Braunleger nach 47 Tagen und die Weißleger nach 49 Tagen. Die Untersuchungen zur Mastleistung zeigen, dass es sinnvoll ist, die Mast der Legehybriden im Bereich des Zielgewichtes zu beenden.Die Futterverwertung lag im Durchschnitt bei 1:2,2 (Braunleger), 1:2,6 (Weißleger) und 1:1,2 (Broiler). Der Anteil der wertvollen Teilstücke (Brust, Oberkeule, Unterkeule) war bei den Broilern etwas höher (65%) als bei den Legehybriden (62%). Der Fleischanteil war bei den Broilern mit 45% am höchsten, bei den Legehybriden mit durchschnittlich 41%
deutlich niedriger. Zusammengefasst lassen die ersten Untersuchungsergebnisse darauf
schließen, dass bei dem Produkt Stubenküken die Fragen der Fleischqualität und der Verbraucherakzeptanz besonders stark zu gewichten sind, um es als hochwertige Spezialität am Markt absetzen zu können und damit seinen wirtschaftlichen Erfolg zu gewährleisten.

English Summary

(original article is only in German language available)

Utilization of laying-type cockerels as coquelets
 
Keywords: coquelet | laying type cockerel | ethics | laying hens | carcass trait | carcass quality | growth performance

 
This project refers to the announcement of a directive about the advancement of innovations to improve livestock breeding (Federal Ministry of Food, Agriculture and Consumer Protection). The aim of the study is the development of ethically justifiable methods within the scope of reproduction of laying hens. The purpose is to find an alternative to the present culling of one day old male layer chicks (2007 in Germany: 42.5 Million). At first growth performance and carcass quality were enquired to find out the appropriate laying-type genotype. The experiment comprised commercial broilers as control (Ross 308, male and female) and laying-type cockerels (medium heavy: Lohmann
Brown, Hy-Line Brown; light: Lohmann Selected Leghorn, Dekalb White). The cockerels were reared on deep litter, and were fed standard diets ad libitum. The first step was to find out the appropriate genotype by analyzing fattening performance and carcass quality.
The broilers attained the intended body weight of about 650.g after 19 days, the laying-type cockerels after 47 days (LB, Hyline) or 49 days (LSL, Dekalb), respectively. According to growth performance, there was a continuous increase until day 42. Feed conversion was calculated to be 1:1.2 for broilers, and 1:2.5 for egg-laying types. The valuable
parts (i.e. breast, legs) were on average 65% for broilers and 62% for
laying-type cockerels, with meat percentages of 45%  (Ross) and 41% (laying-type cockerels).Forthcoming investigations will complement the characterization of the carcass quality of laying-type cockerels, and the expected results on meat quality will contribute to the decision of which laying-type cockerels are appropriate as coquelet. At the end this project could contribute to interconnect the production of a high quality product with the solution of an ethical problem in animal production.

Anschriften der Verfasser

Mirjam Koenig und Dr. Gisela Hahn, Max-Rubner-Institut, Bundesforschungsinstitut für
Ernährung und Lebensmittel, E.-C.-Baumann-Str. 20, 95326 Kulmbach; Dr. Klaus Damme,
Landesanstalt für Landwirtschaft, Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Geflügel, Mainbernheimer Str. 101, 97318 Kitzingen; Dr. Matthias Schmutz, Am Seedeich 9-11, 27454 Cuxhaven

 
 

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