Erste Bayerische Fleischerschule Premiere für Fleischsommeliers

Freitag, 09. Juni 2017
Top-Steaks oder Super-Schinken: In der Fortbildung zum Fleischsommelier erfuhren die Teilnehmer alles über das edle Produkt, von Dry-Aged-Reifung über trendige Cuts bis zu Ernährung und Marketing.
Foto: BFS
Top-Steaks oder Super-Schinken: In der Fortbildung zum Fleischsommelier erfuhren die Teilnehmer alles über das edle Produkt, von Dry-Aged-Reifung über trendige Cuts bis zu Ernährung und Marketing.

Echtes Profiwissen für Gourmet-Metzger und Fleischliebhaber: Die 1. Bayerische Fleischerschule Landshut hat erfolgreich Neuland betreten und erstmals einen Lehrgang zum „Fleischsommelier (BFS)“ veranstaltet, der innerhalb weniger Tage ausgebucht war. Eine Neuauflage des neuntägigen Intensivkurses mit 20 Teilnehmern ist für den Spätherbst geplant.

Die Premiere lockte Metzgermeister und Verkaufsleiter im Fleischereibereich aus Bayern und Baden-Württemberg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen und Oberösterreich an die Isar. Drei Damen und 17 Herren im Alter von 27 bis 53 Jahren bildeten sich praxisnah in Form von Vorträgen, Exkursionen, Workshops und Praxistagen zu vielseitigen und trendbewussten Experten des edlen Rohstoffs weiter.

Dank internationaler Referenten wissen sie nun, wie trendige Flank- oder Tenderloin-Steaks geschnitten und edles Rindfleisch mit Ageingmethoden wie „Dry Aged“ oder „Whisky Aged“ veredelt werden, wie Wild zerlegt oder der perfekte Garpunkt auf dem Grill erreicht wird. „Best practice“ lautete hier das Motto. Auch Fragen zur Ethik in der Tierhaltung und neueste Verbraucherschutzrichtlinien wurden vermittelt. Von Basiswissen über Produktion und Kulinarik bis Marketing reichte die Themenpalette.

Holten sich Profiwissen aus der Praxis: die Teilnehmer des Premierenkurses zum „Fleischsommelier“ in Landshut.
Foto: BFS
Holten sich Profiwissen aus der Praxis: die Teilnehmer des Premierenkurses zum „Fleischsommelier“ in Landshut.
Highlights waren u.a. die Verkostungen – etwa vom Fleisch artgerecht gehaltener japanischer Wagyu-Rinder, von niederbayerischen Weideochsen  oder schonend gereift nach dem LUMA-Verfahren. Die Basis, um Fleischqualität beurteilen zu können, wurde in einer umfassenden Sensorik-Schulung gelegt; Kurse über traditionelle Fleischwarenherstellung ohne Zusätze gehörten ebenso zum Lernspektrum wie moderne Fleischpräsentation oder neue Trends im Konsumverhalten.

Zweiter Kurs im Herbst

Der nächste Lehrgang mit maximal 20 Teilnehmern findet von Samstag, 4. November, (Anreise ggf. Freitag, 3. November) bis Sonntag, 12. November im Gebäude der 1. BFS an der Straubinger Straße 16 in Landshut statt.
Vorträge zu Themen wie Tierschutz, Fleisch in der Ernährung oder rechtlichen Aspekten im Internet-Marketing fehlten ebenso wenig wie ein Grillseminar über Techniken, Grillmodelle und die ideale Zubereitung von Beef, Porc, Bratwurst & Co.

Als „Botschafter des Fleischgenusses“ und hochqualifizierte Experten für diesen edlen Rohstoff würdigte Barbara Zinkl, die Geschäftsführerin der Fleischerschule, die erfolgreichen Seminarteilnehmer. Man wolle durch das die Vermittlung von Expertenwissen rund ums Fleisch eine optimale Kundenberatung und Fleischvermarktung ermöglichen.
Fleischzubereitung „live“: Ob australisches oder japanisches Wagyu – für Kursteilnehmer und später die Kunden heißt das Genuss pur.
Foto: buc
Fleischzubereitung „live“: Ob australisches oder japanisches Wagyu – für Kursteilnehmer und später die Kunden heißt das Genuss pur.
Zielgruppe des Kursangebots sind u.a. Fleischermeister, Verkaufsleiterinnen, Betriebsinhaber und Fleischliebhaber mit entsprechendem Basiswissen (Nachweis erforderlich). Sie sollen in die Lage versetzt werden, fachlich fundiert ihr Wissen über Fleisch weiterzugeben, in Beruf und Freizeit, in Kundenberatung oder Freundeskreis.

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