Fußball-WM Spielregeln beachten

Freitag, 11. Mai 2018
Vor dem Anpfiff steht die Strategie: Die Fußball-WM beginnt zwar erst in einigen Wochen. Jogi und seine Jungs bereiten sich aber schon jetzt vor und tüfteln Strategien für die Spiele in Russland aus. Genau das sollten auch die Fleischer tun, nicht auf dem Platz, aber in der Rezepte- und Ideenküche. Dabei gilt es auch einige juristische Fallstricke zu vermeiden.
Foto: Pixabay
Vor dem Anpfiff steht die Strategie: Die Fußball-WM beginnt zwar erst in einigen Wochen. Jogi und seine Jungs bereiten sich aber schon jetzt vor und tüfteln Strategien für die Spiele in Russland aus. Genau das sollten auch die Fleischer tun, nicht auf dem Platz, aber in der Rezepte- und Ideenküche. Dabei gilt es auch einige juristische Fallstricke zu vermeiden.

Bei Werbung mit Bezug auf die Fußball-WM ist äußerste Vorsicht angesagt. Denn die FIFA achtet peinlich genau auf den Schutz ihrer Markenrechte.

Wenn Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen in Verbindung mit der Weltmeisterschaft vermarkten, gibt es einige Spielregeln zu beachten. Andernfalls kann eine WM-Kampagne richtig teuer werden.

Die IHK für München und Oberbayern hat dazu ein Merkblatt zusammengestellt. Es liefert einige wichtige Infos dazu, was geht, was nicht empfehlenswert und was absolut tabu ist. Denn Fußballweltmeisterschaft ist vor allem das Markenprodukt der FIFA, weshalb die kommerzielle Vermarktung ausschließlich in ihren Händen liegt. Sie ist Inhaberin etlicher Schutzrechte, die im Zusammenhang mit dem 2018 FIFA World Cup verwendet werden. 

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Neben dem offiziellen Emblem des FIFA World Cup Russia 2018 und dem offiziellen Maskottchen – der Wolf Zabivaka – genießt auch der Pokal kennzeichenrechtlichen Schutz. Darüber hinaus hat der internationale Fußballverband eine Vielzahl von Einzelbegriffen oder Wortkombinationen markenrechtlich schützen lassen: „FIFA Fußball-Weltmeisterschaft Russland 2018“, „FIFA Fußball-Weltmeisterschaft“, „World Cup“, „Russia 2018“, „WM 2018“.

Das ist erlaubt

Eine Werbung unter Bezugnahme auf die Weltmeisterschaft kann zulässig sein, wenn die Angabe rein beschreibend ist. Beispiele:

„Das Fußballfieber steigt, die Preise fallen: 20 Prozent auf alles während der WM“, „Russische Wochen: Für den Zeitraum der Fußballweltmeisterschaft senken wir die Preise für alle Sportartikel um 20 Prozent“, „Für jedes geschossene Tor der deutschen Nationalelf erhalten Sie ein Prozent Rabatt auf unser gesamtes Sortiment“, „Fan-Wurst für 2,50 Euro“, „Zehn Prozent Fan-Rabatt auf Geschirr“.

Sonderpreise anlässlich der WM sind grundsätzlich zulässig. Zu beachten sind aber die allgemeinen wettbewerbsrechtlichen Regeln und die Markenrechte der FIFA und sonstiger Dritter.

Ebenfalls erlaubt sind fußballaffine generelle Werbeaussagen („Fußball in Russland“) und die dekorative Schaufenstergestaltung mit der russischen Fahne, Fußballer-Schaufensterpuppen, Bällen, Toren (aber sie dürfen keinesfalls die FIFA-Symbole tragen).

Das ist nicht empfehlenswert

Abzuraten ist davon, Logos und Embleme der FIFA oder Dritter ohne entsprechende Lizenz zu verwenden (sei es in der Printwerbung, der Verwendung als Hyperlinks, Apps oder sonstige mobile Services, Desktop-Wallpaper, auf Social-Media-Plattformen, etc.).

Wer selbst ein WM-Logo entwerfen und verwenden will, darf das zwar. Aber er muss darauf achten, dass es keine gedankliche Verbindung zum offiziellen Emblem oder allgemein zur WM 2018 als Veranstaltung der FIFA herstellt.

Das ist verboten

Die Verwendung von FIFA-Merchandisingprodukten zur Schaufenstergestaltung ist rechtswidrig. Auch die Übernahme des FIFA-Spielplans ist verboten, weil er urheberrechtlich geschützt ist. Dagegen ist die Gestaltung eines eigenen Spielplans zulässig.

Vorboten ist es, geschützte Markennamen der FIFA als Teil eines Produktnamens zu verwenden, beispielsweise „World Cup-Brötchen“ oder „World Cup-Wurst“. Zulässig kann dagegen die Werbung mit „Wir backen wie die Weltmeister“ oder „Während der WM gibt es bei dem Kauf von zehn Brötchen eines umsonst“ sein.
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(Bild: Tre Torri / SZ)

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Was passiert bei Verstößen? Wenn Unternehmen das offizielle Emblem, das Maskottchen oder den Pokal für ihre eigenen kommerziellen Zwecke illegal nutzen, drohen Unterlassungs- und Schadensersatz-Ansprüche, die schnell hohe Kosten verursachen.

Die Angaben stammen aus dem Merkblatt der IHK für München und Oberbayern: „Fußballweltmeisterschaft 2018 – Wie darf ich werben?“

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