Image PR für Beruf und Geschäft

Donnerstag, 05. Mai 2016
Sprich darüber wie kreativ Dein Beruf ist und sprich darüber, dass Dir die Arbeit Spaß macht.
Foto: DFV
Sprich darüber wie kreativ Dein Beruf ist und sprich darüber, dass Dir die Arbeit Spaß macht.
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Fleisch Beruf


Der Metzger ist der neue Held und gutes Fleisch das neue Statussymbol. Wir fordern Euch auf: Los, macht alle mit! Zeige die Vielfalt eines kreativen Handwerks.
Im Fleischerhandwerk gibt es etwa 142.000 Mitarbeiter. Dazu kommen noch die Metzger und Fleischerei-Fachverkäuferinnen hinter den Bedientheken der Supermärkte und die Fach- und Führungskräfte in der Fleischwarenindustrie. Das ergibt jede Menge Menschen, die Meinung machen können. Und fast alle sind online. Wir haben eine enorme Meinungsmacht. Es geht darum, diese zu nutzen. Das neu entstehende positive Image unserer Berufe und unserer Geschäfte kann jeder von uns entscheidend fördern. Das geht so:


Bekennt euch zu eurem Beruf

1.

und zwar auch in den vielen kleinen Dingen des Alltags. Da sollen wir vielleicht in irgendeinem Formular unseren Beruf eintragen. Wenn da dann „Metzger“ oder „Fleischerin“ steht, werden wir als Gruppe präsent und stärker wahrgenommen. Diese Aufforderung gilt natürlich ebenso für die Chefs: Denn, der Fleischermeister als Geschäftsführer seiner GmbH könnte etwa wählen und auf diesem Formular entweder „Geschäftsführer“ oder „Fleischermeister“ eintragen. Eines ist klar: Wenn wir uns mehr zu unserem Beruf bekennen, werden die anderen Menschen denken: „Wow, dieser starke Typ/diese coole Frau ist Fleischer“.


Macht online Meinung

2.

Dazu muss man als Fleischer kein Online-Journalist werden. Einfach die Beiträge im Netz suchen, die unser Fleisch und unseren Beruf positiv darstellen – die gibt es jeden Tag auf vielen Seiten. Dann mit einem zustimmenden Kommentar posten. So vermehren sich die Nachrichten, die uns willkommen sind und erhalten Gewicht. Auf diese Weise beeinflussen wir das Meinungsbild in der Öffentlichkeit. Es wird deutlich: Die Fleischfans sind in der Mehrheit. Eine wirkungsvolle Demonstration für die Meinungsmacht der Fleischanhänger ist auch die Bildung von Gruppen in den sozialen Medien.

Eine Beispielrechnung dazu: Wenn jeder Mitarbeiter in den Fleischer-Fachgeschäften und an den Bedientheken des Handels sowie in der Fleischwarenindustrie täglich einen positiven Fleischbeitrag und einmal wöchentlich ein persönliches Fleischfoto postet, dann sind das über 200 Millionen Pro-Fleisch-Stimmen im Jahr. Wenn jedes Posting im Schnitt von 20 weiteren Menschen gelesen wird, sind das 4 Milliarden Werbekontakte. Würde man etwa im ARD-Fernsehen diese Werbekontakte für 20 Sekunden kaufen, dann würden sie bis zu 46 Millionen Euro kosten. Wir erkennen: Die Werbeetats aller berufsständischen Verbände der beschriebenen Gruppen zusammen würden diese Macht auf die Meinungsbildung nicht annähernd erreichen.


Macht Lust auf Fleisch

3.

Bevor sich jeder einzelne von uns zu den politischen Fragen äußert, die mit den Berufen und Unternehmen der Fleischbranche zu tun haben, machen wir zunächst etwas ganz Einfaches: Wir machen Appetit und Lust auf Fleisch. Das Foto von der privaten Grillparty oder das herzhafte Reinbeißen in ein Bratwurst-Brötchen auf dem Weihnachtsmarkt schaffen auf Facebook oder anderen Online-Medien positive Stimmung für das Fleisch. Das enorme Interesse der Menschen für feines Fleisch und zarte Steaks können wir alle mit unseren fachlichen Tipps befriedigen. Und: Genau das wollen auch alle lesen.


Nutzt Verlinkungen

4.

Wir wollen nicht nur für unsere Berufe PR machen, sondern auch für unsere Arbeitgeber und die Unternehmen. Deshalb: Gründet Facebook-Gruppen, wie „Mitarbeiter der Fleischerei Muster“ und unterstützt gemeinsam das gute Ansehen eures Unternehmens in der Öffentlichkeit. Da gibt es dann online viel zu tun: Loben, wie gut das Mittagsmenü schmeckt. Beschreiben, dass es Spaß macht, in dieser Fleischerei zu arbeiten. Wenn diese Anerkennung von den Mitarbeitern kommt, wirkt sie mehr und ist glaubwürdiger, als wenn bezahlte Werbeagenturen das im Auftrag des Unternehmens machen.
Das Fleischerhandwerk bekommt ein starkes positives Image, wenn alle bei jeder Gelegenheit die Trommel rühren für Beruf, Arbeitgeber und Top-Produkte.
Foto: DFV
Das Fleischerhandwerk bekommt ein starkes positives Image, wenn alle bei jeder Gelegenheit die Trommel rühren für Beruf, Arbeitgeber und Top-Produkte.


Online-Bewertungen beeinflussen

5.

Zu den meisten unserer Unternehmen gibt es Online-Bewertungen von Kunden. Das Problem: Meist sind es nur wenige Bewertungen, und dann erhält eine einzige negative Bewertung eines unzufriedenen Kunden ein zu starkes Gewicht. Das können auch wir als Mitarbeiter korrigieren. Einfach auf dem Bewertungsportal die Wahrheit schreiben, etwa so: „Ich bin als Fleischer in der Fleischerei Mustermann tätig. Ich esse jeden Tag hier, und wir essen daheim auch nur Fleisch und Wurst aus diesem Betrieb. Das sind alles ehrliche Lebensmittel aus gutem Fleisch, die lecker schmecken und einfach gut für uns sind.“ Die Kunden werden schwer beeindruckt sein, wie hier die Mitarbeiter hinter den Produkten stehen, die sie herstellen und verkaufen.


Die eigene Meinung sagen, schreiben, posten

6.

Es geht etwa um den knackigen Kommentar auf Facebook, wenn wieder mal jemand meint, Fleisch sei das Böse schlechthin. Schon das Titelfoto auf der eigenen Facebook-Seite, das uns als Fleischfans zu erkennen gibt, wirkt stark. Das mutige Einstehen für die eigene Meinung unterstützt das zusätzlich. Jeder kann sich aussuchen, wie, wo und mit welchen Themen er für Fleisch und seinen Beruf einsteht. Aber jeder sollte es tun. Es ist immer ein befriedigendes Gefühl, die eigene Meinung nicht heruntergeschluckt, sondern offen gesagt zu haben.


Schreibt Leserbriefe

7.

Zwar bekommen die Tageszeitungen viel Konkurrenz von den Online-Medien. Aber der Aufmerksamkeitsgrad eines Leserbriefs ist nach wie vor enorm hoch. Und der Leserbrief ist nachhaltiger als manche Aktivität im Netz. Denn die Leser der Heimatzeitung sind ihrerseits die lokalen Meinungsführer und Meinungsmacher. Ein realistischer Plan ist, mindestens zwei Mal im Jahr einen Leserbrief an die Heimatzeitung zu schreiben, in dem wir zu erkennen geben, dass wir gerade als Fleischer hier unsere Meinung zu einem Lebensmittel-Thema sagen. Nur Mut. Leserbriefe werden gern veröffentlicht und vor allem auch viel gelesen!


Themen suchen, die Mehrheiten schaffen

8.

Das Ziel all dieser Empfehlungen hier ist, dass eine große Mehrheit das Fleisch und die Fleischer gut finden. Entsprechend können wir strategisch klug auswählen, wozu wir uns als Fleischer öffentlich äußern. Wir haben beispielsweise traditionell die Bauern an unserer Seite – Bauern und Fleischer können sich auch bei der Meinungsmache prima gegenseitig helfen. Fangen wir ruhig damit an, dann werden die Bauern schon folgen. Oder wir betonen die Übereinstimmung von Fleischerforderungen und denen der Verbraucherschützer, der Tierschützer, der Umweltschützer. Dann wird klar: Die Fleischer, das sind die Guten!


Geht auf die Straße und demonstriert

9.

Die Teilnahme an einer Demo ist oft ein Glückserlebnis. Ein Anlass dazu ist beispielsweise die alljährlich zur Grünen Woche in Berlin veranstaltete Demo von Umweltverbänden gegen Tierquälerei und industrielle Tierhaltung. Bei der Demo „Wir haben es satt“ gehen jedes Jahr viele Fleischer mit.

Am stärksten wirkt das, wenn Fleischer in Berufskleidung dabei als solche zu erkennen sind. Die Bauern, die da mitmachen, erkennt man ja auch daran, dass sie meistens mit dem Traktor kommen. Es gibt so viele Anlässe und Demos, die zu uns und unseren Positionen passen: Für mehr Tierschutz. Gegen das Schreddern der männlichen Eintagsküken. Für die bäuerliche Landwirtschaft. Gegen Billig-Lebensmittel. Für regionale Wirtschaftskreisläufe.


Werdet Mitglieder in Vereinen

10.

Vereinsmitglieder haben Gemeinsamkeiten. In der Gruppe eines Vereins wirkt die Meinung des einzelnen stärker. Jeder Fleischer, der in Vereinen Mitglied ist und sich an den Aktivitäten beteiligt, stärkt die Präsenz und das Ansehen der Fleischbefürworter in der Öffentlichkeit. Und das zunächst einmal ganz unabhängig davon, ob es um einen Fußballverein, die Feuerwehr oder den Motorsportclub geht. In vielen Vereinen haben die Mitgliedschaften zusätzlich den Charakter einer Demonstration.

Stellen wir uns einfach einmal vor, dass die fast 142.000 Mitarbeiter der Fleischer-Fachgeschäfte in Deutschland alle Mitglied in den örtlichen Tierschutzverbänden wären. Es wäre schnell deutlich, dass Fleischerforderungen auch Tierschutzforderungen sind. Und dass, derjenige, der es mit den Tieren gut meint, Fleisch bei seinem Metzger einkauft. Das Beispiel zeigt deutlich, dass aus Meinungsbildung Umsatzwachstum werden kann.


Engagiert Euch in der Politik

11.

Die stärkste Hebelwirkung hat die Meinung eines einzelnen Fleischers als Mitglied in einer politischen Partei. Über das Mitreden oder auch das Stellen von Anträgen für oder gegen irgendetwas erlangt das, was das einzelne Parteimitglied denkt, ein besonderes Gewicht. Wer als Fleischer bereit ist, sich bei einer Kommunalwahl als Kandidat aufstellen zu lassen, hat noch bessere Karten. Wenn die Fleischer vor Ort auch im Kommunalparlament vertreten sind, bringt das immer einen Ansehensgewinn für alle. Und: Die Wahlergebnisse der Fleischer bei Kommunalwahlen machen Mut für eine solche Aktion. Fleischer sind beliebt und werden gern gewählt, egal für welche Partei sie kandidieren.

Infos zu den Fleischerberufen gibt es hier: Anders als du denkst.
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