Trüffeljagd Probleme spielerisch lösen

Mittwoch, 05. April 2017
Die Teilnehmer fanden in Rollenspielen zur Problemlösung.
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Die Teilnehmer fanden in Rollenspielen zur Problemlösung.
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Trüffeljagd


Ende März zog die sogenannte Trüffeljagd erneut zahlreiche Fleischer aus ganz Deutschland sowie einzelnen Nachbarländern für drei Tage nach Berlin.

Doch diesmal war einiges bei dem unkonventionellen Branchenevent anders. Einerseits folgten hauptsächlich Wiederholungstäter dem Lockruf der Adalbert-Raps-Stiftung in die Bundeshauptstadt. Andererseits führte die Veranstaltung das Anhängsel „Lab“ – die englische Abkürzung für Labor – im Namen. Und in der Tat wurden die Teilnehmer zum Experimentieren animiert.

Im Mittelpunkt stand die zentrale Frage: Wie können wir neue Talente für unseren Betrieb akquirieren und langfristig behalten? Diese Herausforderung nannte das Gros der Trüffeljäger auf den bisherigen Events als drängendstes Problem. Mit dem weiterentwickelten Konzept wurden vorrangig Kenner des Events angesprochen. So sollten sich die Teilnehmer nicht nur informieren und inspirieren lassen, sondern selbst aktiv werden.

Aufgeteilt in vier Teams galt es für die rund 20 Branchenvertreter, in verschiedenen Workshops gemeinsam Lösungen für die übergeordnete Fragestellung zu finden. Unter Anleitung von Innovationstrainern sowie mit Hilfe der Kreativmethode „Design Thinking“ schlüsselten sie zunächst das Kernproblem auf, entwickelten zahlreiche Ideen und testeten schließlich gegenseitig deren Praxistauglichkeit. Für zusätzliche kreative Impulse sorgten dabei mehrere Designer und Experten, die jeweils die Teams ergänzten.

Die gemeinsame Ideenfindung zur Bewältigung von Herausforderung stand im Mittelpunkt des Workshops.
Foto: fl
Die gemeinsame Ideenfindung zur Bewältigung von Herausforderung stand im Mittelpunkt des Workshops.
Die Experten waren teils branchenfremde Teilnehmer wie Marken-Berater Bastian Schneider (Hotz Brand Consultants) aber auch Branchenkenner wie Geert van Wersch von der niederländischen Metzgerei Brandt & Levie aus Amsterdam. Allen Experten gemein war die weitreichende Praxiserfahrung bei der Personalgewinnung und -bindung.

Am Ende des Events standen nicht nur vier unterschiedliche wie pfiffige Ansätze zur Lösung des Ausgangsproblem. Die Teams mussten ihre Konzepte unter Einsatz ihrer schauspielerischen Fähigkeiten in kleinen Rollenspielen auch den anderen präsentieren. Gerade der Umstand, seine gewohnte Komfortzone in der Gruppenarbeit zu verlassen, aber auch die lockere Arbeitsatmosphäre in den Räumen der Kreativagentur „Journey 2 Creation“ machten das Event einmal mehr zu einem nachhaltigen Erlebnis für die Fleischer.

Ganz im Zeichen der bisherigen Trüffeljagden kamen die kulinarischen Genüsse dabei keineswegs zu kurz. So besuchte die interdisziplinäre Runde unter anderem das Schöneberger Szenelokal „To Beef or Not To Beef“ für eine Fleischverkostung nach italienischer Art. Am Eröffnungsabend durfte zudem jeder Fleischer bei einem Eventcatering die eine oder andere Köstlichkeit aus dem eigenen Sortiment beisteuern.

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