Verein "Wir sind anders" Die Tussis bekommen Verstärkung

Dienstag, 15. Mai 2018
Begeisterung für den Beruf plakatieren: Diese Männer drängten förmlich darauf, sich den starken Vereinsfrauen beim Shooting für den Kalender 2019 ans Messer mit dem pinken Griff zu liefern.
Foto: Sven Tholius
Begeisterung für den Beruf plakatieren: Diese Männer drängten förmlich darauf, sich den starken Vereinsfrauen beim Shooting für den Kalender 2019 ans Messer mit dem pinken Griff zu liefern.
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Kalender Steffi Forster


Im nächsten Kalender, den der Verein „FH – Wir sind anders“ für das Jahr 2019 herausbringt, werden erstmals Männer zu sehen sein. Damit sie überhaupt mitmachen durften, wurde extra die Vereinssatzung angepasst.

Bislang bestanden die Models ausschließlich aus hoch engagierten Frauen der Branche: Fachverkäuferinnen und Fleischergesellinnen, Verkaufsleiterinnen und Meisterinnen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, werbewirksam für ihr Handwerk zu klappern. Der Kalender ist dabei ein wichtiges Mittel zum Zweck. Zwei davon gibt es bereits, in denen gemäß dem selbst erkorenen Motto „Starke Frauen für ein starkes Handwerk“ posieren.

„Wir sind oft von Männern angesprochen worden, die ebenfalls Interesse hatten. Aber viele dachten, der Verein wäre nur für Frauen zugänglich“, weiß die Vorsitzende Steffi Forster. Anfangs war das auch so. Da waren die Tussis, wie sie sich mit einem selbstbewussten Schuss Ironie selbst titulieren, unter sich. Eine Truppe von einem Dutzend Mitstreiterinnen gründete im Juli 2016 den Verein, der mittlerweile 60 Mitglieder zählt. 

Für die aktiven Mitglieder ist das stets mit einem Kreativ-Workshop kombinierte Foto-Shooting ein Pflichttermin. Er fand in diesem Jahr im Weißwurstmuseum von Norbert Wittmann im oberpfälzischen Neumarkt statt. Ihn kannte die Vorsitzende aus ihrer Zeit als amtierende Weißwurstkönigin, den Schauplatz nicht. Aber er erwies sich ebenso als Volltreffer wie die Entscheidung, im nächsten Kalendarium die weiblichen und männlichen Stärken zu bündeln. „Jetzt zeigen wir eben gemeinsam, dass wir die Zukunft sind“, betont Forster und schwärmt von der historischen Kulisse. Durch sie fangen die Bilder den Ursprung und die Tradition der Berufe in perfektem Zusammenspiel mit ihren coolen und lockeren Protagonisten ein. 

Wer von ihnen in den Kalender kommt, liegt noch nicht fest, obwohl die Vorauswahl bereits steht; einige der Motive sind durch die aktive Pressearbeit sogar schon bekannt. Die endgültige Besetzung auf allen zwölf Blättern wird erst mit der öffentlichen Präsentation im Herbst publik. Dafür sucht der Verein aber noch eine tolle Location, die der Präsentation des ersten Kalenders in Berlin und des zweiten auf der Süffa in Stuttgart ebenbürtig ist.

Gedruckt wird er in einer Auflage von 1.000 Exemplaren. Jeder der Aktivistinnen und diesmal auch Aktivisten bekommt 50 Stück, die sie über die Theke der heimischen Betriebe verkaufen; passive Mitglieder ordern per Mail. Darüber hinaus läuft der Absatz über den Online-Shop des Vereins.

Der Verein

„Das Fleischerhandwerk – wir sind anders e.V.“ wurde 2016 gegründet und ist seit 2017 als gemeinnützig registriert.

Erster Vorstand ist Stefanie Forster, Stellvertreterin Nadine Fuchs.

Mitglied kann nur werden, wer in einem fleischerhandwerklichen Betrieb arbeitet.

Ziel der Vereinsarbeit ist die PR-Arbeit – intern wie extern. Der Kalender mit einem Verkaufspreis von knapp 20 Euro ist das wichtigste Werbemittel.

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