ZNU Zukunftskonferenz Welche Rolle spielt Fleisch im Menü 2030?

Dienstag, 03. April 2018
Foto: ZNU

10. ZNU-Zukunftskonferenz der Universität Witten/Herdecke am 19. und 20. April „Auf Schalke“.
Wie sieht das Fleisch der Zukunft aus und welchen Platz hat es in einem nachhaltigen Menü im Jahr 2030? Wie wird die Rohstoffbeschaffung aufgestellt und welchen Stellenwert hat die Tiergesundheit? Diese für die Fleischbranche herausfordernden Fragen diskutieren Branchenvertreter auf der 10. Zukunftskonferenz vom 19. bis 20.April in Gelsenkirchen „Auf Schalke“.

Welche Unternehmen prägen mit welchen Ideen und Konzepten derzeit die nachhaltige Entwicklung in der Fleischwirtschaft? Anregungen und Antworten gibt das Wittener Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung (ZNU) gemeinsam mit den Kooperationspartnern „afz – allgemeine fleischer zeitung“ und „Fleischwirtschaft“ auf seiner Jubiläumskonferenz.

Einer der acht teilbranchenspezifischen Workshops am 19. April widmet sich dem Schwerpunkt „Fleisch und Gewürze“. Impulsgeber für den Produktionssektor ist Wiesenhof-Chef Peter Wesjohann. Sein Familienunternehmen, in dem verantwortliches Handeln und eine nachhaltige Ausrichtung eine zentrale Rolle spielen, ist seit 2010 ZNU-Partner. Der Standort Wietze/Holte war Pilotbetrieb bei der Entwicklung des Standards „Nachhaltiger Wirtschaften Food“. Mit der Beteiligung am israelischen Start-up „Supermeat“, das an der Entwicklung von Laborfleisch arbeitet, sorgte Wesjohann erst kürzlich für Schlagzeilen.

Dass Fleisch aus Stammzellen eine Alternative zur konventionellen Fleischgewinnung ist, davon will Prof. Dr. Mark Post, In-Vitro-Forscher am Physiologischen Institut der Universität Maastricht, die Konferenzteilnehmer überzeugen. Der niederländische Spezialist für „Clean Meat“ präsentierte im August 2013 in London einer staunenden Öffentlichkeit seine Superbulette. Er hatte dafür die Muskelzellen einer Kuh in einer Petrischale gezüchtet und innerhalb von drei Monaten so vermehrt, dass sie einen Fleischklops ergaben. Damals kostete die Zukunftsfrikadelle noch 250.000 Euro.

Abgerundet wird der Fleisch-Workshop mit Impulsreferaten von Guido Siebenmorgen, langjähriger Leiter Strategischer Einkauf Frische und Produktion bei der Rewe Group, und Prof. Dr. Theo Gottwald von der Schweisfurth Stiftung. Sie haben die Nachhaltigkeitsziele des Lebensmittelhandels und die Bedürfnisse des Verbrauchers im Blick. Nach dem Workshop geht es direkt ins World Café, in dem die Hotspots mit weiteren Impulsgebern diskutiert und Zukunftsmodelle für die Fleischwirtschaft 2030 entwickelt werden.

Am zweiten Kongresstag gehört die Bühne unter anderem dem Zukunftsforscher Dietmar Dahmen und dem Friedensaktivist Wam Kat, der auf dem Greenpeace-Schiff „Rainbow Warrior“ kochte. Zum Finale geht es in die Arena für nachhaltige Start-ups.

Weblink zur Zukunftskonferenz
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