Kommentar von
Sandra Sieler

Tierschutz Wenn’s ums Geld geht, scheiden sich die Geister

Dienstag, 31. März 2015
Eine „neue Kultur der Fleischerzeugung und des Fleischkonsums“ wünschen sich die wissenschaftlichen Berater des Landwirtschaftsministeriums. Die heute gängigen Haltungsbedingungen halten sie für nicht zukunftsfähig. Unter anderem, weil die gesellschaftliche Akzeptanz dafür fehlt. Und die ist in der Tat notwendig, um die Produkte weiter erfolgreich zu vermarkten.

Zwischen ethischem Anspruch und wirtschaftlicher Realität in der Tierhaltung klafft schon jetzt eine  Kluft. Die Verbraucher setzen sich zunehmend kritisch mit dem Thema Fleischkonsum auseinander. Und das wird sich noch verschärfen. Deshalb müssen Antworten her, die der Beirat des Agrarministeriums nun von allen Beteiligten einfordert. Der Graben darf nicht noch tiefer einreißen.

Darüber, dass Tieren überflüssiges Leid erspart werden muss, herrscht in der Wirtschaft klarer Konsens. Die Gretchenfrage ist, wer das geforderte Plus an Tierwohl finanziert. Mehrkosten von drei bis fünf Milliarden Euro stehen im Raum. Wie diese Summe in einer Kette mit schmalen Margen und einem höchst preissensiblen Endverbraucher verteilt wird, ist die spannendste Frage.

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