Deutscher Fleischer-Verbandstag Weichen sind neu justiert

Dienstag, 11. Oktober 2016
DFV-Präsident Heinz-Werner Süss und Bundesminister Peter Altmaier aus dem Bundeskanzleramt.
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DFV-Präsident Heinz-Werner Süss und Bundesminister Peter Altmaier aus dem Bundeskanzleramt.
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In Saarbrücken hat der Deutsche Fleischer-Verband die Weichen für seinen Weg in die Zukunft neu justiert. Die Mitglieder bestimmten in den turnusgemäßen Wahlen gleich drei neue Mitglieder für das DFV-Präsidium.

Herbert Dohrmann löste mit eindrucksvollen 94,7 Prozent der Stimmen Heinz-Werner Süss als Präsident ab. Der Pfälzer hatte sich nicht mehr zur Wahl gestellt, er wurde in der Versammlung zum Ehrenpräsidenten ernannt.

Dohrmann, zugleich Landesinnungsmeister in Niedersachsen-Bremen, versprach den Mitgliedern, gemeinsam mit seinen Präsidiumskollegen die Ärmel hochzuschlagen. Als Kernthemen nannte er die Sicherung des Mitarbeiterbedarfs, Partnerschaften mit Verbänden und Organisationen zu vertiefen und die Vorteile der Digitalisierung für das Handwerk nutzbar zu machen.

DFV-Präsidium 2016
(Bild: jus)

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Für die festliche Matinee am Sonntag zuvor hatte Gastgeber Volker Weider von der Fleischerinnung des Saarlandes einen hochkarätigen Gesprächspartner für die rund 250 Gäste aus Handwerk, Politik sowie von den befreundeten Verbänden und Institutionen gewonnen: Kanzleramtschef Peter Altmaier hielt eine fesselnde Rede, in der er zum einen Verständnis für die Sorgen und Nöte des Fleischerhandwerks zeigte. Manche Vorschriften – die zum Mindestlohn etwa – seien gut gemeint, aber am Ende schlecht gemacht, wenn für die Handwerker gleich „ein ganzer Güterwaggon an Regelungen“ mit eingeführt werde. Der gebürtige Saarländer würdigte die Leistung des Ehrenamts für die Gesellschaft, unterließ es aber nicht, die Rolle des Fleischerhandwerks als Arbeitgeber bei der Integration von Flüchtlingen einzufordern.

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Ausdrücklich warb er für die Handelsabkommen Ceta und TTIP, die für Deutschland als Exportnation immens wichtig seien. Der Schutz regionaler Spezialitäten bleibe dennoch gewahrt, und Chlorhühnchen seien hierzulande auch keine zu erwarten, versicherte Altmaier.

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