Ende der Kastration I Am Datum wird nicht gerüttelt

Dienstag, 20. September 2016
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Ferkelkastration Jungebermast Immunokastration


Am Datum 1. Januar 2019 für das Ende der betäubungslosen Ferkelkastration in Deutschland wird nicht gerüttelt. Das hat die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Die Linke bekräftigt.

Mit der Jungebermast, der Immunokastration und der chirurgischen Ferkelkastration unter Betäubung stünden drei alternative Verfahren zur Verfügung, die in unterschiedlichem Ausmaß bereits in der Praxis angewandt würden. Die einzelnen Verfahren hätten jeweils Vor- und Nachteile und die jeweiligen Lieferketten müssten selbst entscheiden, welches Verfahren sich unter den gegebenen Rahmenbedingungen am besten eigne.

Die Bundesregierung stellt fest, dass sich Vertreter des Lebensmitteleinzelhandels zum Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration bekannt und erklärt hätten, künftig Schweinefleisch unabhängig vom verwendeten Verfahren zu akzeptieren. Zudem zeichne sich ab, dass neben der lange Zeit im Vordergrund stehenden Jungebermast vermehrt die Immunokastration und die chirurgische Kastration unter Betäubung als Alternativen in Erwägung gezogen würden.

Die Umstellung auf alternative Verfahren stellt nach Ansicht der Bundesregierung die beteiligten Kreise vor große Herausforderungen, was eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung innerhalb der Lieferbeziehungen erfordere. Die Wirtschaftsbeteiligten müssten sich frühzeitig auf die Umstellung vorbereiten, denn das gesetzlich fixierte Umstellungsdatum Anfang 2019 werde nicht in Frage gestellt, heißt es in der Antwort.

Um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden, muss aus Regierungssicht parallel auf EU-Ebene der Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration vorangetrieben werden.

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