Ernährungsreport Fleisch gehört dazu

Dienstag, 09. Januar 2018
Ernährungsreport 2018: Fleisch und Wurst kommen bei knapp jedem Dritten jeden Tag auf den Tisch.
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Ernährungsreport 2018: Fleisch und Wurst kommen bei knapp jedem Dritten jeden Tag auf den Tisch.
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Ernährungsreport Christian Schmidt Trends


Christian Schmidt präsentiert Ernährungsreport 2018: Herzhafte Spezialitäten stehen ganz oben auf dem täglichen Speiseplan. Essen unterwegs bleibt Megatrend.

Was essen die Deutschen und wo kaufen sie ein? Dieser Frage spürte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) nach.

In Berlin legte Bundesminister Christian Schmidt (CSU) den Ernährungsreport 2018 unter dem Titel „Deutschland, wie es isst“ vor. Danach ist der Konsum tierischer Erzeugnisse in der Gesellschaft weit verbreitet. Von den 1.017 Befragten verzehren durchschnittlich 30 Prozent „üblicherweise mehrmals täglich“ Fleisch oder Wurst.

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(Bild: Archiv)

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Ernährungsreport Aussagen wecken Zweifel

In der alten Bundesrepublik sind es 28 Prozent der Umfrageteilnehmer und in den ostdeutschen Bundesländern sogar 38 Prozent. Der Fleischkonsum unterscheidet sich auch zwischen den Geschlechtern: Frauen (23 Prozent) verzehren weniger Aufschnitt, Schnitzel und Steaks als Männer (37 Prozent).
„Wir müssen die Ernährungsbildung im Stundenplan fest verankern – am besten als eigenes Schulfach.“
Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) bei der Vorstellung des Ernährungsreports 2018.
Bundesminister Christian Schmidt (rechts) und Forsa-Meinungsforscher Dr. Peter Matuschek informieren, wie Deutschland isst.
Foto: BMEL / Thomas Koehler / photothek.net
Bundesminister Christian Schmidt (rechts) und Forsa-Meinungsforscher Dr. Peter Matuschek informieren, wie Deutschland isst.
Der Blick auf die Altersklassen verrät, dass herzhafte Spezialitäten vor allem bei den 14- bis 44-Jährigen überdurchschnittlich beliebt sind. Insbesondere 19- bis 29-Jährige greifen bei Fleisch und Wurst täglich zu. Fleischfreie Ersatzprodukte bleiben dagegen in der Nische.

Die Forsa-Studie, auf die der ministerielle Report baut, weist aber auch Fragen auf. Laut Ergebnisbericht werden Obst und Gemüse von nahezu drei Vierteln der Befragten verzehrt. Das Lebensmittel Brot fehlt im Fragenkatalog.

Zentrale Ergebnisse

99 Prozent legen Wert darauf, dass ihr Essen gut schmeckt. +++ Mehr Frauen (82 Prozent) als Männer (61 Prozent) essen täglich Obst und Gemüse. +++ Fleisch und Wurst kommen bei knapp jedem Dritten jeden Tag auf den Tisch. +++ 57 Prozent achten auf preiswerte Lebensmittel. +++ Ein staatliches Tierwohl-Label finden 79 Prozent wichtig oder sehr wichtig. +++ 43 Prozent essen mindestens einmal in der Woche außer Haus.
Die Außer-Haus-Verpflegung bleibt im Trend. 43 Prozent der Befragten lieben es kleine oder große Mahlzeiten unterwegs zu genießen. Mittags werden dafür durchschnittlich 7,30 Euro ausgegeben. 53 Prozent der Berufstätigen bringen sich für die Verpflegung am Arbeitsplatz etwas von zu Hause mit. Ein Drittel sucht die Kantine oder einen Imbiss auf.

Den Ernährungsreport des BMEL finden Sie hier: Deutschland, wie es isst

Zur Forsa-Umfrage: So will Deutschland essen

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