Fleischerjunioren Künftig besser vernetzen

Donnerstag, 26. April 2018
Mit frischem Schwung und neuem Vorstand starteten die Fleischerjunioren in das Jahr. Nach dem Besuch beim stellvertretenden Vorsitzenden Christoph Geier in Lüdenscheid wurde auch die Fleischerei Esser in Erkelenz besucht.
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Mit frischem Schwung und neuem Vorstand starteten die Fleischerjunioren in das Jahr. Nach dem Besuch beim stellvertretenden Vorsitzenden Christoph Geier in Lüdenscheid wurde auch die Fleischerei Esser in Erkelenz besucht.
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Juniorenverband Digitalisierung


Nach dem vollzogenen Generationswechsel tritt auch der neue Vorstand der Fleischerjunioren gewohnt selbstbewusst in die Öffentlichkeit.

Beim jüngsten Meeting im Sauerland standen daher zahlreiche Themen auf dem Programm, die deutlich machen, dass es um mehr geht als um den Ausbau des vorhandenen Netzwerks.

Vorsitzender Johannes Bechtel vom Juniorenverband des Deutschen Fleischerhandwerks sieht den Ausbau der Digitalisierung als das wichtigste Thema für die handwerklichen Fleischereien. „Der Breitband-Netzausbau und damit eine zeitgemäße Infrastruktur lässt in einigen Gegenden noch stark zu wünschen übrig“, zieht er Bilanz. „Wir hoffen hier auf das Einlösen der Versprechen der Großen Koalition, die sich dieses Thema schließlich auch auf die Fahnen geschrieben hat.“ 

Weiterhin sehen die Junioren den großen Bereich der Arbeitssicherheit als eine große Baustelle. Hier gelte es, gemeinsam mit der Politik Wege zu finden, die auch für das Handwerk und seine speziellen Belange gangbar sind. Nach wie vor sei ein Kernziel der Verbandsarbeit darin zu sehen, dass sich das Fleischerhandwerk auch künftig behaupten und von den Unternehmen im industriellen Maßstab absetzen könne. Dies müsse auch der Öffentlichkeit besser vermittelt werden. Ein Austausch von Wissen und die Erweiterung technologischer Möglichkeiten sei ein Kernthema, das so unkompliziert und so direkt wie möglich praktiziert werden müsse.

Beispiele hierzu bildete das Rahmenprogramm der Versammlung. So wurde das Modell der Zusammenarbeit in Form der Schweinezucht mit einem Vertragslandwirt, wie es bei der Fleischerei Esser in Erkelenz praktiziert wird, im Detail betrachtet. Die Alleinstellungsmerkmale des auf diese Weise angebotenen Fleischs werden vom Verbraucher als Marken-Charakter akzeptiert.

Ein weiteres Thema war die Herstellung von Konserven in den Räumen der Fleischerei Geier in Lüdenscheid. Es gelte, sowohl Vielfalt als auch Haltbarkeit und Bequemlichkeit zu berücksichtigen. Ob dabei Gläser mit Schraubdeckel oder Ring-Pull Dosen die optimale Wahl sind, wurde mit Experten der Zuliefer-Industrie am praktischen Beispiel erörtert.

Die nächste Fachstudienreise findet im Sommer statt und geht zu den spanischen Schinkenherstellern in der Region Salamanca.

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