Grüne Woche 2017 Im Zentrum der Politik

Dienstag, 17. Januar 2017
Foto: Messe Berlin

Grüne Woche in Berlin. Leistungsschau und politische Meinungsbildung im Wahljahr. Tierwohl und Ferkelkastration als Themen gesetzt. Gute Lobby für das regionale Handwerk.

In den anstehenden zwei Wochen rückt Berlin wieder in den Mittelpunkt der Land- und Ernährungswirtschaft. Am Freitag startet in der Bundeshauptstadt die Internationale Grüne Woche.

Neben der Leistungsschau der heimischen Ernährungswirtschaft bieten die Messehallen unter dem Funkturm eine wichtige Bühne für Politik und Verbände sowie den Dialog zwischen den politischen Schaltstellen und der Wirtschaft. In einem Wahljahr sind diese Gespräche ja besonders spannend.

Das staatliche Tierwohl-Label und der Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration sind schon vor dem Messestart als Themen gesetzt – hoffentlich mit positiven Ergebnissen für die Fleischer und ihre Lieferanten.

Mehr zum Thema

Grüne Woche 2017 Wissen fördert den Schlagabtausch

Zu einer umfassenden Darstellung der Agrar- und Ernährungsbranche gehört aber auch ein kritischer Blick. Zum Beispiel auf die sich stetig verändernden Agrarstrukturen: weniger kleine Mäster, immer größere Bestände. Die Fleischproduktion steigt, der Export wächst. Wieder hat das Aktionsbündnis „Wir haben es satt“ zur Demonstration aufgerufen: gegen Massentierhaltung und Agrarindustrie, für eine bäuerliche Landwirtschaft und das regionale Lebensmittelhandwerk.

Letzteres nutzt die Messe aber auch selbst als Plattform, sei es die Berliner Innung, die für ihr Handwerk wirbt, seien es die Vertreter der Landesebenen und des Deutschen Fleischer-Verbands, die sich den Diskussionen stellen und in wichtigen Fragestellungen als Gesprächspartner für Medien, Verbraucher und die Politik anbieten. Den abrundenden Blick in die Zukunft wirft das Frische Forum Fleisch der afz, das der Frage nachgeht, was eine zukunftsfähige Fleischwirtschaft leisten muss. 

Weblink: Grüne Woche Berlin

Das könnte Sie auch interessieren
stats