Gegen Generalverdacht Handwerker wehren sich

Dienstag, 17. März 2015
Foto: DFV

Nachwuchsgewinnung, Mindestlohn-Dokumentation, Lebensmittelkontroll-Verordnung und der ländliche Raum waren Themen beim Pressegespräch der AG Lebensmittelhandwerk in München.
Die deutschen Fleischer, Bäcker, Konditoren, Brauer, Speiseeishersteller und Müller berichteten auf ihrer Pressekonferenz im Rahmen der Internationalen Handwerksmesse in München aber auch aus der betrieblichen Praxis, beispielsweise über die Überraschungsbesuche des Zolls und den Nutzen von Betriebspraktika.

DFV-Präsident Heinz-Werner Süss fand als Sprecher der Arbeitsgemeinschaft zu Beginn klare Worte gegenüber der Politik: „Ich habe den Eindruck, Lebensmittelunternehmer stehen im Moment unter Generalverdacht. Ausnahmslos alle Betriebe müssen wie wild dokumentieren, ganz egal, ob sie sich vorher etwas zu Schulden haben kommen lassen oder nicht. Es ist auch unverständlich, dass ein kleiner Fleischerbetrieb zur Aufzeichnung der Arbeitszeiten all seiner Beschäftigten verpflichtet wird, während die meisten anderen Branchen dies nur für ihre Minijobber tun müssen.“

Ähnlich äußerten sich die anderen Vertreter der AG Lebensmittelhandwerk, der Präsident des Deutschen Konditorenbunds, Gerhard Schenk, Vizepräsident Michael Wippler vom Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks und Detlef Projahn, Präsident des Verbands Private Brauereien Deutschland. ZDH-Geschäftsführer Kai-Sebastian Schulte moderierte das Pressegespräch.

Das Foto zeigt DFV-Präsident Heinz-Werner Süss (2.v.r.), Sprecher der Arbeitsgemeinschaft.
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