Lebensmittelhandwerk Kämpfer für regionale Vielfalt

Dienstag, 09. August 2016
Metzgerei in Rothenburg.
Foto: Hartmut910 / pixelio.de
Metzgerei in Rothenburg.

Dass sich die Zahl der Metzgereien und Bäckereien in den letzten 20 Jahren nahezu halbiert hat, alarmiert offenbar die Partei der Grünen.

Einige Abgeordnete im Bundestag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen haben dazu eine Anfrage an die Bundesregierung gestellt. Denn für sie sind die regionalen Lebensmittelhandwerker ein wichtiges Bindeglied zwischen landwirtschaftlicher Produktion und dem Verbraucher. Sie sicherten die regionale Vielfalt sowie die wohnortnahe Versorgung, hielten qualifizierte Arbeitsplätze in der Region und stärkten regionale Wertschöpfungsketten.

Also interessierten sich die grünen Parlamentarier unter anderem für die Strukturentwicklung in den beiden Gewerken. Anhaltender Betriebsschwund bei gleichzeitig verschwindend wenig Neugründungen: Das zeigten die Zahlen, die die Bundesregierung auf Basis der ZDH-Statistik lieferte. Als Grund dafür werden die „immer komplexer werdenden Rahmenbedingungen für einen Unternehmer im Lebensmittelhandwerk“ und der harte Wettbewerb mit großen Lebensmittelmärkten und Discountern genannt.

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Nachfragen hatten die Abgeordneten zudem zur EEG-Umlage. Sie wundern sich, dass davon eine ganze Reihe an Großunternehmen der Back- und Fleischwirtschaft profitierte. Sie hätten eben die entsprechenden Anforderungen erfüllt, antwortet die Regierung lapidar.

Ausführlich geht es um das Thema Fördermittel. Die Regierung legte eine ganze Liste an Möglichkeiten vor. Von den Programmen der KfW zum Beispiel profitierten die Lebensmittelbetriebe mit drei Prozent nach Anzahl und zwei Prozent nach Volumen allerdings nur unterdurchschnittlich.

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