Lebensmittelverschwendung Ideen für bessere Verwertung

Donnerstag, 26. April 2018
Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, mit der Jury und den Preisträgerinnen und Preisträgern des Bundespreises 2018
Foto: BMEL / Christof Rieken
Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, mit der Jury und den Preisträgerinnen und Preisträgern des Bundespreises 2018
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Lebensmittelverschwendung Julia Klöckner


Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat den diesjährigen „Zu gut für die Tonne! - Bundespreis für Engagement gegen Lebensmittelverschwendung“ vergeben.
Anlässlich der Veranstaltung in Berlin lobte die Ressortchefin die Preisträger. Das mache deutlich, dass das Thema Lebensmittelverschwendung längst in der Gesellschaft angekommen sei, betonte Klöckner. Der Preis wird in insgesamt vier Kategorien vergeben.

In der Kategorie „Handel“ konnte sich in diesem Jahr das Unternehmen SirPlus den Spitzenplatz sichern. Sirplus bietet in Berlin über ein Food-Outlet und einen Onlineshop im Handel nicht verkaufte Lebensmittel an. Der erste Platz im Bereich „Landwirtschaft und Produktion“ ging an die Gärtnerei Schnelles Grünzeug in Grammendorf in Mecklenburg-Vorpommern, die Gemüse durch Fermentation konserviert.

In der Kategorie „Gastronomie“ wurde die Nordsee GmbH ausgezeichnet, unter anderem weil sie Produkte kurz vor Ladenschluss verbilligt anbietet. Zum Sieger im Bereich „Gesellschaft und Bildung“ wurde das Projekt „Wirf mich nicht weg!“ des Regionalen Umweltzentrums Hollen im niedersächsischen Ganderkesee gekürt. Dieses hilft laut Ressortangaben durch Aufklärung und Wissensvermittlung in Schulklassen, Lebensmittelabfälle zu reduzieren.
Lebensmittelverschwendung - Fotolia
(Bild: kamasigns / fotolia.com)

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Schließlich wurden drei Förderpreise im Wert von 2.500 Euro, 5.000 Euro und 7.500 Euro vergeben. Darüber freuen konnten sich die Internetplattform Deine Ernte, über die Gartenbesitzer ihre Produkte anbieten können, sowie die Crowdbutching.com GmbH aus dem bayerischen Aub. Diese vermarktet das Fleisch von Kühen und Schweinen noch vor der Schlachtung. Geschlachtet wird erst, wenn das Fleisch des Tieres vollständig verkauft ist. Den mit 7.500 Euro dotierten Förderpreis holte sich die DingsDums Dumplings GmbH in Berlin, die überschüssige Lebensmittel in handgerfertigten Teigtaschen vermarktet.
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