Veggie-Produkte Schluss mit dem Verwirrspiel

Dienstag, 01. November 2016
Vegane Leberwurst
Foto: gru
Vegane Leberwurst
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Klarheit DFV Bundesregierung


In einem gemeinsamen Antrag mahnen die Koalitionsfraktionen von Union und SPD einheitliche Kriterien für die freiwillige Auslobung von veganen und vegetarischen Produkten an.

Derzeit enthielten manche als „vegan“ beworbene Produkte Zusatzstoffe, Vitamine oder Aromen tierischen Ursprungs, die nicht ausgewiesen werden müssten. Die Verbraucher hätten jedoch ein Anrecht auf Klarheit und Wahrheit. Zunehmend griffen Hersteller darauf zurück, Bezeichnungen wie „Soja-Rinderschnitzel“ oder „vegetarischer Fleischsalat“ zu verwenden, um darüber zu informieren, wie das Produkt zu verwenden sei und welchen Geschmack und welche Konsistenz es habe.

Zur Vermeidung von Irreführungen verweisen CDU/CSU und SPD auf das Internetportal „Lebensmittelklarheit.de“, das dabei helfe, verwirrende Bezeichnungen frühzeitig zu ermitteln. Sollte sich dabei ergeben, dass bestimmte Bezeichnungen zur Verwirrung führten, müsse sich die Lebensmittelbuchkommission mit dem Thema befassen.

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Die Bundesregierung soll sich dem Antrag zufolge für eine EU-weit rechtsverbindliche Definition der Begriffe „vegan“ und „vegetarisch“ im Sinne der Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) sowie für einen verlässlichen Rahmen für die im EU-Recht vorgesehene freiwillige Kennzeichnung einsetzen.

Der Deutsche Fleischer-Verband (DFV) hatte im Frühjahr gemeinsam mit dem Bauernverband einen Antrag auf Änderung der Leitsätze für Fleisch und Fleischerzeugnisse an die Lebensmittelbuchkommission gestellt. Nach Meinung des DFV handelt es sich bei fleischlosen Produkten um völlig andersartige Erzeugnisse, die nach einer anderen Bezeichnung verlangen.

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