Vereinigte Staaten Stört Trump den Fleischhandel?

Dienstag, 14. Februar 2017
 Das Weiße Haus in Washington, D.C.
Foto: Oliver Brunner / pixelio.de
Das Weiße Haus in Washington, D.C.
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USA Fleischhandel


Innerhalb kürzester Zeit hat der US-amerikanische Präsident Donald J. Trump die Menschen weltweit verstört. Auch unter den Konzernspitzen wächst die Verunsicherung. Welche Auswirkungen können damit für den Fleischhandel Deutschlands und der EU verbunden sein?

Von Matthias Kohlmüller

Traditionell haben wenig Unternehmen in Deutschland eine Zulassung für die Lieferung von Fleischwaren in die USA, es sind gerade einmal eine Handvoll. Generell ist der Marktzutritt in den USA und auch für US-Lieferanten nach Deutschland sehr stark reglementiert. Lediglich US-Beef im höherwertigen Premiumbereich spielt in der anspruchsvollen Gastronomie und im Großhandel eine nennenswerte Rolle. Hier wird die zollbegünstigte Einfuhrquote der EU von Seiten der US-Lieferanten genutzt. Insgesamt nahm Deutschland den USA Rindfleisch (frisch oder gekühlt) im Wert von gut 68 Mio. Euro ab. Allerdings ist auch von marktbeteiligten deutschen Importeuren zu hören, dass sie gern mehr US-Beef einführen würden, sofern mehr anerkannt hormonfreie Lieferanten verfügbar wären.

USA
(Bild: jus)

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Im Jahr 2015 führte die EU knapp 20.000 t US-Rindfleisch ein, davon gelangten laut offizieller Statistik rund 5.000 t nach Deutschland. Auf der Ausfuhrseite der EU und auch von Deutschland aus mit Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch in die USA findet ein Handel nur mit Kleinstmengen statt. Wertmäßig spielen hier die Lieferungen an Würsten und Aufschnitt (3,5 Mio. Euro im Jahr 2015) sowie Zubereitungen und Konserven aus Schweinefleisch (2,4 Mio. Euro) die größte Rolle. Geflügelfleisch kauften die deutschen Importeure lediglich im Wert von 385.000 Euro in den Staaten zu.

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