EU-Märkte Schweinepreise geben im Süden nach

Montag, 28. August 2017
Schweinehälften nach der Schlachtung.
Foto: jus
Schweinehälften nach der Schlachtung.
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Schlachtschweinemarkt Schweinenotierung Notierung


Der Schlachtschweinemarkt in Deutschland ist in der vergangenen Woche von den Marktanalysten unisono als ausgeglichen beschrieben worden: Das vorhandene Schweineangebot der Mäster entsprach dem Bedarf der Schlachter.
Am Fleischmarkt blieben die Geschäfte eher ruhig, die Teilstückpreise änderten sich in der Summe kaum. Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) ließ ihre Notierung in diesem Umfeld am vergangenen Mittwoch (23.8.) erwartungsgemäß mit 1,70 Euro/kg Schlachtgewicht (SG) unverändert.

Auch in Österreich wurde von ausgeglichenen Marktverhältnissen berichtet. Der nationale Leitpreis des Verbandes landwirtschaftlicher Veredelungsproduzenten (VLV) blieb mit 1,71 Euro/kg SG stabil. Die Mäster in Belgien, den Niederlanden und Dänemark konnten ihre schlachtreifen Tiere ebenfalls zu unveränderten Konditionen verkaufen.

Anders sah es dagegen im Süden Europas aus, wo die Schlachtschweinepreise nach dem Sommerhoch nun zu bröckeln beginnen. In Italien verzeichneten Teilstücke wie das Kotelett wegen nachlassender Nachfrage merkliche Preisabschläge, und die Marge der Schlachtbetriebe rutschte weiter ins Minus. Bei den Schlachtschweinen kam es zu einem Abschlag von 1,9 Cent/kg Lebendgewicht (LG). Auch am spanischen Mercolleida ging es abwärts; die Notierung gab dort um 1,0 Cent auf 1,424 Euro/kg LG nach.

Etwas überraschend ist der deutliche Notierungsabschlag am französischen Marché du Porc Breton von 3,4 Cent/kg SG im Vorwochenvergleich. Eigentlich steigen dort zum Ferienende die Schlachtschweinepreise wegen des größeren Bedarfs für Fleischaktionen im Einzelhandel. In der vergangenen Woche war aber keine Knappheit zu spüren, weil noch Tiere wegen des ausgefallenen Schlachttages an Mariä Himmelfahrt überständig waren.

In der Woche zum 20. August waren in der Europäischen Union Schlachtschweine der Handelsklasse E laut Angaben der Kommission im Mittel für 171,15 Euro/100 kg abgerechnet worden; das waren 1,38 Euro oder 0,8 Prozent mehr als eine Woche zuvor. Für den Anstieg sorgten Preisaufschläge zwischen 1,2 und 1,5 Prozent in Slowenien, Italien und Lettland. Auch für Spanien wurde ein Plus von 1,5 Prozent ausgewiesen, obwohl sich die maßgebliche Notierung am Mercolleida im Berichtszeitraum nicht verändert hatte. In den anderen Ländern blieben die Preise dagegen stabil; lediglich aus der Slowakei wurde ein Abschlag von 2,5 Prozent gemeldet.
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