Schinkenprüfung am Niederrhein Zum Beginn der Spargelzeit

Montag, 15. Mai 2017
Da mussten die Juroren oft ganz genau sehen, riechen und schmecken, um die allerbesten Produkte heraus zu finden.
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Da mussten die Juroren oft ganz genau sehen, riechen und schmecken, um die allerbesten Produkte heraus zu finden.
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Metzgerschinken Schinkenprüfung Spargelzeit


Ein echter Metzgerschinken sollte halten, was er dem Betrachter bei dessen erstem Blick in die Theke verspricht.

Mit diesem Credo erläuterte Michael Fander den Vertretern lokaler Medien den Sinn und Zweck der Schinkenprüfung der Innung Niederrhein, die in diesem Jahr zum siebten Mal stattfand. Dabei hatten die Juroren bei dieser Wettbewerbsauflage etwas mehr zu tun. Denn nach der Fusion der drei Nachbarinnungen lagen mehr Einsendungen zur Beurteilung der Roh- und Kochschinken aus der Spargelregion vor.

Insgesamt 19 Betriebe aus Krefeld, Neuss, Mönchengladbach, Kleve, Wesel und dem Kreis Viersen beteiligten sich an dem Test. Dabei kam auch ein kleiner Obermeister-Treff zustande: Neben Ehrenobermeister Jürgen Heck waren die amtierenden Kollegen Morgenstern (Düsseldorf-Mettmann), Schillings (Niederrhein) und Baumanns (Mönchengladbach) aktive Juroren.

Eine erstklassige Meisterqualität charakterisierte die Schinken im Qualitätswettbewerb.
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Eine erstklassige Meisterqualität charakterisierte die Schinken im Qualitätswettbewerb.
Bei den anonym eingesandten Proben überwogen die Kochschinken. „Das spiegelt die Vorlieben unserer Kunden in dieser Region wider“, so Obermeister Jakob Kohnen. Vor allem saftige Exemplare mit zartem Biss sind gefragt, eine Aromatisierung mit Kräutern und Gewürzen, ein Mantel aus Gemüsekomponenten oder eine mediterrane Note gelten eher als Exoten. Auch ein geflammter Schinken mit Haselnussrand kam auf die Jurytische, Pistazien und Lauchröllchen als Rand lieferten optische Akzente und einmal war auch ein herzhafter Senfkörner-Belag als Dekor dabei.

Von den 53 Proben erhielten nach dem sensorischen Prüfschema 41 eine Goldmedaille, neun bekamen Silber und drei mussten mit Bronze vorlieb nehmen. Den ersten Platz bei den Kochschinken errang die Fleischerei Gerlach (Kempen), bei den Rohschinken setzte sich die Mönchengladbacher Fleischerei Schmitz an die Spitze. Den Publikumspreis bekam die Fleischerei Lowis aus Baesweiler zuerkannt.

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