Snacks Frisch, herzhaft, scharf: asiatisch

Donnerstag, 28. September 2017
Die appetitlich bestückte Snack-Theke unter freiem Himmel: Typisch sind die Händler am Straßenrand, bei denen es die Verpflegung auf die Hand gibt – immer top-frisch.
Foto: Schultheis
Die appetitlich bestückte Snack-Theke unter freiem Himmel: Typisch sind die Händler am Straßenrand, bei denen es die Verpflegung auf die Hand gibt – immer top-frisch.
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Asien Trends


Asien-Kenner Tobias Schultheis von der „snackconnection“ war kürzlich wieder in Südostasien unterwegs und teilt seine Beobachtungen, die Sie als Inspiration für die Gestaltung Ihres Angebots nutzen können. In diesem Beitrag widmet er sich den schnellen, herzhaften Sachen und beschreibt Trends.

von Tobias Schultheis

Konsumenten wünschen sich Angebotsvielfalt bei der Snack-Auswahl. Mit der richtigen Mischung aus Basissortiment und regelmäßig wechselnden Angeboten können Sie Ihre Kunden begeistern und langfristig binden.

Ein Blick über den Tellerrand in andere Länder liefert dabei jede Menge Anregungen für eine variantenreiche Gestaltung Ihres Snack-Angebots. Immer noch und wieder angesagt ist die Asia-Küche. Typisch sind frische, herzhafte und scharfe Snacks.

Suppe to go: Pho, Bakso, Tom Yum

Insbesondere in den landesüblichen Suppen immer gern eingesetzt werden Nudeln in allen möglichen Formen und Ausführungen. Nationalgerichte wie Pho in Vietnam oder Bakso in Indonesien sind nur einige Beispiele. Brühe und Nudeln bilden die Basis dieser Suppen, angereichert und verfeinert mit Fleischbällchen, gekochten Eiern, Gemüse und frischen Kräutern. Wer es schärfer mag, ergänzt die gewünschte Menge frisch zubereitetes Sambal. Mit Kokosmilch, scharf gewürzt und mit Koriander garniert wird in Thailand die Tom Yum. Um die Schärfe auszugleichen, hilft als Beilage der Reis.
Mit Teig ummantelt und in Fett ausgebacken: Fleisch und Gemüse am Spieß prägen das Bild der Streetfood-Auslagen in den meisten asiatischen Ländern.
Foto: Schultheis
Mit Teig ummantelt und in Fett ausgebacken: Fleisch und Gemüse am Spieß prägen das Bild der Streetfood-Auslagen in den meisten asiatischen Ländern.

Exotisches am Spieß

An jeder Ecke begegnen einem in Südostasien die kleinen Spieß-Manufakturen. Das unter dem Namen Saté bekannte Grillgericht hat seinen Ursprung in Indonesien und wird dort meist als Hühnerfleisch-Variante mit Erdnuss-Sauce angeboten. Inzwischen ist es in Malaysia, Singapur, Thailand und Vietnam gleichermaßen beliebt und wird hier in Versionen mit Fleisch, Fisch- und Meeresfrüchten angeboten. Spieße lassen sich einfach zubereiten, bieten flexible Bestückungsmöglichkeiten und sind als Fingerfood perfekt geeignet.

Nudeln mal ganz anders

Die asiatischen Nudeln bieten sich als Alternative zur klassischen Pasta, die neben der Hartweizenvariante oft auch Ei enthält, hervorragend an, da sie mit alternativen Inhaltsstoffen hergestellt werden. Ein positiver Nebeneffekt: Durch den Verzicht auf Weizen und Ei enthalten sie deutlich weniger Kalorien und Kohlenhydrate. Daher eignen sich asiatische Nudeln nicht nur zur Zubereitung von köstlichen Gerichten, sondern auch zur gesunden Fitnessküche oder für Allergiker.
„Snack-Kunden mögen exotische Einschläge, aber angepasst an den europäischen Gaumen.“
Tobias Schultheis
Beispielsweise die Reisnudel, die als Pho in der National-Suppe Vietnams, als Goreng in Indonesien oder Pad Thai in Thailand in weltbekannten Klassikern eingesetzt wird und glutenfrei ist. Aber auch Nudelsorten wie Ramen, Soba, Mie oder Glasnudel bieten jede Menge Alternativen für kalte oder warme Gerichte, die schnell und einfach zubereitet werden. Denn die Garzeiten sind oft viel kürzer als die der herkömmlichen Pasta-Sorten.

Reis zu allem

Reis ist das Grundnahrungsmittel der Asiaten und ein toller Begleiter für allerlei Currys, Gemüse, Fisch und Fleisch. Das in Indonesien als Nasi Goreng bekannte Nationalgericht begegnet einem überall in sämtlichen Varianten: mit und ohne Fleisch, mal scharf, mal würzig mild. In der Variante „Spezial“ oft mit einem gebratenen Ei aus dem Wok. Ob gebraten, gekocht, in der Variante „Sticky“ oder als Salat, Reis ist perfekt geeignet für den kleinen wie den großen Hunger. Zum Transport „to go“ verwenden die Asiaten in den weniger entwickelten Gebieten ihre nachwachsenden Rohstoffe – insbesondere Bananenblätter. Also ein nachhaltiges Konzept, um der Plastikflut und Müllschwemme entgegenzuwirken.

Frittiert und gebacken im Wok

In Fett gebackene oder gebratene, mit Teig ummantelte Gemüse- und Fleisch-Teilchen prägen das Bild der einheimischen Street-Food-Anbieter in vielen asiatischen Ländern. Perfekt eignen sich die frischen, warmen Snacks für den kleinen Hunger zwischendurch. Knackig und frisch werden sie in Indien als Samosa, in China als Wan Tan oder Karipap (Puff-Pastry) in Malaysia mit Kartoffel-Curry Füllung angeboten.
Schnell gegart und gleich verkauft: Damit ist das Prinzip der Frische erfüllt.
Foto: Schultheis
Schnell gegart und gleich verkauft: Damit ist das Prinzip der Frische erfüllt.
Wer es weniger kross und lieber weicher mag, kann auf die zahllosen Varianten gebackener und gedämpfter Backwaren zurückgreifen. Bao Buns, das Gegenstück zu Hamburger (Burger-) Brötchen, haben in der asiatischen Küche große Tradition. Sie werden nur in Wasserdampf gegart und werden in den Streetfood-Küchen mit leckeren Füllungen – entweder fruchtig oder herzhaft – angeboten. Ob klassisch mit Hühnchen, mit einem Mus aus roten Bohnen oder gerupfter Jackfruit: Sie schmecken köstlich! Apropos Jackfruit: Die auch unter dem Namen Jakobsfrucht bekannte Spezialität aus Südostasien ist reich an Mineral- und Ballaststoffen und eignet sich prima als Füllung für Burger, Wraps und oder in Currys.

Currys und Co.

Ob Thailand, Indien oder Malaysia: Currys in allen Varianten gehören hier zum festen Speiseplan. Sri Lanka wird nachgesagt, die schärfsten Currys der Welt zuzubereiten. Um ehrlich zu sein, die einheimischen Currys aus Fernost erscheinen für unsere Gaumen extrem scharf, ja meist zu scharf. Mit der Schärfe lässt sich jedoch spielen und sie für unsere Geschmäcker anpassen. Da darf es schon mal etwas weniger Chili sein oder mehr Kokosmilch oder Joghurt, um die Schärfe angenehm zu machen. Das bringt Abwechslung in Ihr Snack-Programm.

Weblink zur "snackconnection".

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