Deutscher Fleisch Kongress Veggie verliert, Rind gewinnt

Dienstag, 21. November 2017
Es bleibt dabei: 97 Prozent der Haushalte in Deutschland kaufen Fleisch ein und fast alle (99 Prozent) kaufen Wurst ein.
Foto: Pixabay
Es bleibt dabei: 97 Prozent der Haushalte in Deutschland kaufen Fleisch ein und fast alle (99 Prozent) kaufen Wurst ein.
Themenseiten zu diesem Artikel:

GfK Einkaufszettel Deutscher Fleisch Kongress


GfK bringt erste Konsumdaten für 2017 zum Frankfurter Branchenkongress. Fleisch und Wurst stehen weiter auf dem Einkaufszettel der Haushalte.

Allen Unkenrufen zum Trotz: Fleisch und Wurst werden gekauft wie eh und je. Daran ändern Veggie-Produkte ebenso wenig wie Preiserhöhungen. Diese guten Nachrichten aus der Marktforschung brachte Helmut Hübsch von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zum Deutschen Fleisch Kongress mit nach Frankfurt. 

Die Beobachtungen aus dem Haushaltspanel bis September diesen Jahres stimmten die Hersteller und Verkäufer von Fleisch und Wurst positiv. Dem Verbraucher geht es gut, das Konsumklima hält sich konstant auf hohem Niveau. Und wenn der Kunde nicht jeden Cent zweimal umdrehen muss, achtet er umso mehr auf Qualität statt auf den Preis. So denken inzwischen deutlich mehr als der Hälfte der Konsumenten, berichtete Hübsch.

Wenngleich sich die Fleischeinkäufe insgesamt stabil halten, sinkt doch der Appetit auf Schweinefleisch, wie die aktuellen Daten bestätigen. Rind gewinnt – das unterstreicht die Orientierung weg vom Preis als alleinigem Kaufkriterium. Insgesamt ist der Konsument bei Fleisch und Wurst deutlich weniger preissensibel als bei Milch und Butter. Dort hatten zuletzt schon moderate Preiserhöhungen zu spürbarem Konsumverzicht geführt. Anders bei Fleischwaren: Die Preiserhöhungen der letzten Monate akzeptierte der Kunde klaglos.

So stand am Ende der ersten neun Monate des Jahres 2017 auch bei der Einkaufsmenge von Fleisch und Wurst ein zartes Plus. Das lag nach Meinung des Nürnberger Konsumforschers auch an dem größeren Angebot von Convenience-Produkten ebenso wie am rückläufigen Markt für Fleischersatzprodukte – der sei inzwischen gesättigt. Alle hätten die fleischfreien Alternativen mal probiert, nicht alle seien zu Liebhabern der Veggie-Würste und -Schnitzel geworden. Wachstumspotenzial sieht Hübsch vor allem in den Bereichen Genuss und Wellness sowie bei Bio und Chilled Food, also vorgegarten Produkten.

Das könnte Sie auch interessieren
stats