Grüne Woche: Vom Acker auf den Teller

Freitag, 16. Januar 2015
Foto: Messe Berlin

Die Grüne Woche ist die weltgrößte Leistungsschau für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. In diesem Jahr sind wieder zahlreiche fleischerhandwerkliche Betriebe vor Ort.
Sie findet jährlich im Januar, diesmal vom 16. bis 25. Januar, statt. Zur Messe treffen auch Landwirtschaftsminister aus aller Welt ein und diskutieren über die Zukunft der Ernährung.

Wurst und Wein von der Ahr

Die Innung Ahrweiler sowie Bäcker und Winzer pflanzen am Stand des Deutschen Landkreistages in Halle 4.2 einen Baum der Genüsse.

Zusammen mit einer Schreinerei und fünf Mineralbrunnen präsentieren die Ernährungshandwerke von der Ahr ihre Region. Die Metzgereien Gemein (Sinzig), Groß (Kempenich), Olschewski (Ahrbrück), Ropertz (Bad Neuenahr) und Wieland (Mayschoß) bestücken das Werk mit gold-prämierten Erzeugnissen aus dem Wettbewerb der regionalen Produkte Rheinland-Pfalz.

Hessen setzt auf Bio

Die Marketinggesellschaft Gutes aus Hessen ist mit neuen Partnern vor Ort. Den Fleischpart übernimmt die Hephata Diakonie. Der Trägerverein ist mit seinem Unternehmen Alsfelder Biofleisch in Halle 22 vertreten und zeigt ein Sortiment an Rind-, Schweine- und Lammfleisch sowie Wurstspezialitäten.

Südwest macht Lust

Die lukullischen Besonderheiten Baden-Württembergs können in Halle 5.2 erkundet werden. Das Bonndorfer Familienunternehmen Hans Adler hat Schwarzwälder Schinken im Gepäck. Die feinen Raucharomen von Schwarwälder Nadelholz sollen nicht nur die Preußen begeistern, sondern auch das Messepublikum überzeugen. Bei Adler ist man davon überzeugt, dass Zukunft nicht ohne Herkunft funktioniert. Schwäbische Maultaschen aus dem Hause Bürger sowie regionale Brauereien und Winzergenossenschaften ergänzen das Angebot.

Das is(s)t der Norden

Die Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft präsentiert die Leistungsfähigkeit des Nordens in Halle 20. Von der Nordseeinsel Norderney können die Besucher Seeluftschinken kennenlernen. Die Ludwigsluster Fleisch- und Wurstspezialitäten vertreten Mecklenburg-Vorpommern in Halle 5.2. Den Hauptstädtern will LFW Lust auf Bio machen. Aus Schleswig-Holstein tritt ein bekanntes Marken-Würstchen die Reise nach Berlin an: Böklunder, die Wurst vom Land ist in Halle 22 vertreten.

(Bild: Messe Berlin)

Bayern nutzen Plattform

Der Freistaat ist in der Bayernhalle 22b präsent. Die Metzgerei Wittmann aus Neumarkt in der Oberpfalz wird dem Berliner Messepublikum ihre Weißwurstspezialitäten schmackhaft machen.

Auch der Landesinnungsverband ist dort mit einem Infostand vertreten. Bayerns Metzger treten an, um den Verbrauchern den Unterschied zwischen handwerklicher Metzgerskunst und Industrieware aus dem Handel zu verdeutlichen.
Daneben wollen sie jungen Leuten Lust auf eine Ausbildung in im Fleischerhandwerk machen.

Am ersten Messe-Wochenende kommt hoher Besuch: Die amtierende Weißwurstkönigin Steffi I. stattet der Berliner Messe ihren Besuch ab. Die Majestät wird von Obermeister Stefan Einsle aus dem Arber Land (Landkreis Regen) begleitet. Die Innung hatte den Titel und die Aktion rund um die Krönung der Botschafterin der Weißwurst vor zwei Jahren ins Leben gerufen.

Hauptstadt-Fleischer fehlen

Der Fleischerverband Berlin-Bandenburg nimmt aufgrund einer schwierigen Personalsituation und fehlender Finanzmittel nach eigenen Angaben nicht mit einem Stand in der Brandenburghalle an der Grünen Woche teil. Das Kultprodukt Currywurst fehlt auf der Grünen Woche natürlich trotzdem nicht. Der Berliner Imbiss- und Eventgastronom Curry 36 hat die Wurst mit und ohne Darm sowie in Bioqualität im Angebot. Aus Brandenburg stellt die Eberswalder Wurst GmbH nicht nur die Qualität ihrer Würstchen unter Beweis. Auch die Schorfheider Salami soll das Messepublikum für Regionalprodukte aus Britz überzeugen.

Osten zeigt Vielfalt

Die Fleischerei Richter aus dem sächsischen Oederan stellt erzgebirgische Spezialitäten in den Mittelpunkt des Messeauftritts in Halle 21. Ebenfalls dabei ist die Wurst- und Fleischwaren Bautzen sowie Rindfleisch vom Großbardauer Mühlenhof von Viehweg (Grimma).

Die Altmärker Fleisch- und Wurstwaren, der Fleischerei-Filialist Bördefleischwaren Hadmersleben (Oschersleben), Elbwurm Nagels Landwurst (Tryppehna), Landfleischerei Wehr (Gardelegen) und Halberstädter stehen für herzhaften Genuss aus Sachsen-Anhalt (Halle 23). Als Antwort auf Münchner Weißwurst, Nürnberger Würstchen und Thüringer Rostbratwurst verstehen sich Harzer Fichteln in der Kiepe aus Quedlinburg.

Die Thüringer (Arnstadt), EWU (Serba) und die Fleischerei Rüdiger (Weißensee) setzen in Halle 20 ganz auf die über die Grenzen hinaus berühmte Rostkultur des Freistaats Thüringen.
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