Kennzeichnung DBV fordert Klarheit bei vegetarischen Produkten

Donnerstag, 24. August 2017
Vegane Leberwurst
Foto: gru
Vegane Leberwurst

Vor einer Irreführung des Verbrauchers hat der Deutsche Bauernverband (DBV) hinsichtlich der Kennzeichnung veganer und vegetarischer Fleischersatzprodukte gewarnt, für die die Deutsche Lebensmittelbuchkommission (DLMBK) jetzt ihren Leitsatz-Entwurf herausgegeben hat.

Es sei „nicht akzeptabel, dass fleischfreie Lebensmittel wie das Fleisch- und Wurstoriginal benannt werden“, erklärte der DBV  in einer Stellungnahme und forderte eine gesetzliche Regelung entsprechend dem bestehenden Bezeichnungsschutz von Milchprodukten. Eine „fleischfreie Schinkenwurst“ sei genauso irreführend wie ein „himbeerfreies Himbeerdessert“. Außerdem müsse das Wissen um die Qualität, den Geschmack und die ernährungsphysiologischen Vorteile der Originalfleischprodukte erhalten werden.

In ihrem Leitsatzentwurf für vegane und vegetarische Produkte sieht die DLMBK kein Verbot spezieller Bezeichnungen wie Currywurst für Fleischersatzprodukte vor. Gefordert wird aber eine deutliche Kennzeichnung der Ware als vegan oder vegetarisch. Unzulässig sollen Bezeichnungen wie Filet oder Schinken sein, mit denen auf spezielle Fleischteilstücke hingewiesen wird. Daneben sollen für einzelne spezielle Wurstersatzwaren Sonderregelungen gelten.

Der Entwurf liegt den Bundesländern und mehreren Verbänden - darunter dem DBV - jetzt bis zum 22. September zur Stellungnahme vor. Mit der Verabschiedung des Leitsatzes wird Ende des Jahres gerechnet.

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