Konsumverhalten Die Lust auf Fleisch lässt nach

Dienstag, 25. April 2017
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Von einem rasanten Rückgang des Fleischkonsums in den letzten 20 Jahren berichtete zuletzt die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).
Den Deutschen schmeckt es nach wie vor. Die Portionen werden allerdings kleiner. Heute stellen wir klar: Am 18. April meldete fleischwirtschaft.de unter Berufung auf die Bonner Behörde, dass sich der Pro-Kopf-Verzehr von Fleisch in den letzten 20 Jahren um acht Kilogramm deutlich reduziert habe.

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Ein Blick in das Statistische Jahrbuch des Bundesernährungsministeriums zeigt allerdings eine weit weniger dramatische Entwicklung. Demnach sank der Fleischverzehr lediglich von 61,3 Kilogramm im Jahr 1996 auf aktuell knapp 60 Kilo. Die BLE war von 68 Kilogramm im Jahr 1996 ausgegangen.
Der Appetit der Bundesbürger auf Fleisch nahm in den vergangenen 20 Jahren leicht ab.
Foto: BLE / BMEL
Der Appetit der Bundesbürger auf Fleisch nahm in den vergangenen 20 Jahren leicht ab.
Bevorzugtes Produkt ist nach wie vor das Schweinefleisch; allerdings sank der betreffende Konsum im Berichtszeitraum von 39,5 Kilogramm auf 36 Kilo. Der Verzehr von Rind- und Kalbfleisch nahm ebenfalls ab, und zwar pro Einwohner von 10,5 Kilo im Jahr 1996 auf 9,6 kg im vergangenen Kalenderjahr.

Geflügel folgte dagegen laut Angaben der Bundesanstalt einem positiven Trend: Der Pro-Kopf-Konsum erhöhte sich von 8,4 kg auf 12,5 Kilogramm.
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