Hannes Friemann

Kreativität und handwerkliches Geschick

Sonntag, 02. Juli 2017

Hannes Friemann wurde auf der Freisprechungsfeier der Freien Fleischer-Innung Hannover gemeinsam mit Michael Hecht als beste Fleischerazubis der Innung geehrt.
fleischwirtschaft.de sprach mit dem Fleischergesellen, der im Betrieb von Carsten Scheller in Ronnenberg ausgebildet wurde. Scheller erhielt den Ehrenpreis für den besten Ausbildungsbetrieb.

Wie intensiv haben Sie sich auf die Prüfung vorbereitet? Haben Sie Seminare oder Lehrgänge zur Prüfungsvorbereitung besucht oder mit Kollegen und Ausbilder trainiert?

Hannes Friemann: Ich habe hauptsächlich mit meinem Lehrmeister trainiert, jedoch auch am Wochenende im elterlichen Betrieb.

Wie war die Unterstützung durch Berufsschule und Betrieb?

Friemann: Der Betrieb war überaus engagiert, vor allem im Bereich des Kochens, da mein Lehrmeister zugleich auch Koch ist.

Welche praktische Arbeit im Ausbildungsbetrieb haben Sie mit der größten Begeisterung erledigt?

Friemann: Am meisten konnte ich mich für das Ausbeinen eines Rinderviertels begeistern, da kann man die Fortschritte gut sehen. Die Herstellung der Pasteten hat mir ebenfalls viel Spaß gemacht, weil man Kreativität und handwerkliches Geschick beweisen muss.

Wie sieht Ihre Zukunftsplanung aus? Wollen Sie noch ihren Meister oder Betriebswirt des Handwerks machen?

Friemann: Bevor ich zur Meisterschule gehe, möchte ich noch Erfahrung in der Produktion und im Verkauf sammeln.

Haben Sie vor, sich später selbstständig zu machen?

Friemann: Ich möchte gerne den elterlichen Betrieb in Nordhorn weiterführen.

Was sagen Ihre Freunde zu Ihrem Job? Freuen Sie sich mit Ihnen oder gibt es auch kritische Stimmen zu Ihrer Berufswahl?

Friemann: Sie haben sich für mich gefreut, dass ich einen Beruf ausübe, der doch recht selten ist, in dem ich aber total glücklich bin.

Was muss das Handwerk tun, um sein Image zu verbessern?

Friemann: Die Köche machen es uns vor: Heutzutage wollen die Menschen sehen, wie etwas produziert wird und aus welchen Rohstoffen. Wir müssen offener werden und den Menschen zeigen, wie vielseitig der Beruf ist.

Das könnte Sie auch interessieren
stats