Stephan Dick

„Man sieht, was man gemeinsam schafft“

Donnerstag, 26. Oktober 2017
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Innung Fleischerhandwerk


Stephan Dick (19) schloss seine Gesellenprüfung als Bester im Bereich der Innung Dachau-Freising ab. Die Ausbildung hatte er beim stellvertretenden Obermeister Josef Gschwendtner in Langenpettenbach, einem Ortsteil von Markt Indersdorf, absolviert.
von Reinhard-Dietmar Sponder

Welche Arbeit im Ausbildungsbetrieb macht Ihnen am meisten Spaß?

Stephan Dick: Ich finde es gut, dass der Betrieb noch selber schlachtet. Das war der Grund, warum ich mir die Metzgerei Gschwendtner als Lehrbetrieb ausgesucht habe. Denn hier lernt man das Metzgerhandwerk noch von Anfang an, also mit dem Schlachten.

Stephan Dick ist prüfungsbester Geselle im Landkreis Dachau.
Foto: rds
Stephan Dick ist prüfungsbester Geselle im Landkreis Dachau.
Am meisten motiviert hat mich die Arbeit mit den Kollegen, wenn man sieht, was man gemeinsam geschafft hat. Die ganze Arbeit macht mir Spaß. Da gibt es keine schlechte Arbeit.

Wie intensiv haben Sie sichauf die Prüfung vorbereitet?

Dick: Etwa einen Monat vorher hat die Jung-Chefin Maria Gschwendtner mit mir intensiv das Plattenlegen und die Deko dafür geübt. Mit meinem Meister Markus Scheib trainierte ich das Zuschneiden von Fleisch, und mein Chef Josef Gschwendtner zeigte mir eingehend das Wursten. Die Hilfestellung durch die Berufsschule war schon ziemlich gut, aber im Betrieb war sie noch sehr viel intensiver. Das war echt optimal. Ich bekam die Handgriffe öfter gezeigt und durfte selbst immer wieder üben.

Wie sieht Ihre Zukunftsplanung aus?

Dick: Den Meister will ich schon noch machen. Aber erst muss ich Erfahrungen als Geselle sammeln. Der Betriebswirt des Handwerks ist noch offen. Doch ist jetzt noch nicht die richtige Zeit, über eine Selbstständigkeit nachzudenken.

Was sagen die Freunde zu Ihrem Job?

Dick: Die finden das ziemlich gut, denn die sind Jäger und da kennen sie das mit den Tieren schon.

Was muss das Fleischerhandwerk tun, um sein Image zu verbessern?

Dick: Viele meinen, dass ein Metzger nur schlachtet, und das schreckt sie ab. Aber Fleischer zu sein, bedeutet viel mehr, nämlich Fleisch zerlegen, Fleischkunde beherrschen und Wurst herstellen. Im Internet klärt die Berufsschule Freising ausführlich darüber auf. Aber auch die allgemeinbildenden Schulen sollten verstärkt auf die Vielseitigkeit des Metzgerberufs hinweisen und Praktika vermitteln. Gegessen wird immer. Also ist dieser Beruf auch krisensicher.

Wie kamen Sie zu diesem Beruf?

Mein Opa war Hobby-Metzger. Ich stamme aus einer Landwirtschaft in Haunstetten im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm und habe ihm zugesehen. Bei einem Praktikum habe ich mich dann für diesen Beruf entschieden.

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