Kommentar von
Jörg Schiffeler

Jahresbilanz der Fleischer Mit Strategie und Trends zum Erfolg

Dienstag, 17. Februar 2015
Das Fleischerhandwerk hat kein einfaches Jahr hinter sich gebracht. Die durchschnittliche Umsatzentwicklung kann sich zwar sehen lassen. Bei näherer Analyse zeigen sich aber auch die Schwächen der Metzger.

Zum einen bewegt sich das Umsatzplus unterhalb der Teuerung für Frischware und parallel drückt die Tarifentwicklung auf die Erlöse. Die Notierungen für Rind und Schwein sorgen dort für Entlastung, wo keine langfristigen bilateralen Kontrakte abgeschlossen worden sind. Günstigere Beschaffungskosten für Energie wirken sich erst jetzt aus.

Zum anderen müssen die Fleischer dringend eine Strategie zur deutlicheren Abgrenzung für ihr Original entwickeln. Der Lebensmittelhandel hat schwer daran gearbeitet, gutes abzukupfern, mit Attributen des Fleischerhandwerks zu schmücken und parallel dazu seine Bedientheken vielfach zu Erlebniswelten ausgebaut. Dieser Gegenwind dürfte künftig noch stärker blasen.

Ein gutes Manöver ist es, die Verbraucher und deren Bequemlichkeit nicht nur im Auge zu behalten, sondern diese zu bedienen. Dazu gehört auch die Inszenierung des Verkaufs zum Erlebnis und vielerorts noch viel mehr Snackgeschäft als heute.
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