Afrikanische Schweinepest Bange Bauern

Dienstag, 16. Januar 2018
Frischling
Foto: Jürgen Treiber / pixelio.de
Frischling

Die Afrikanische Schweinepest ist auf dem Vormarsch. Sollte sie in Deutschland nachgewiesen werden, droht der völlige Exportstopp. Ein dramatischer Preisverfall wäre die Folge.

In Deutschland geht die Angst vor der Afrikanischen Schweinepest (ASP) um. Nach mehr als 4200 Fällen im Jahr 2017 in der EU und der Ukraine, lagen in der ersten Januarwoche 2018 bereits mehr als 120 weitere Meldungen vor.

In der vergangenen Woche schlug der Deutsche Bauernverband (DBV) lautstark Alarm, indem er den Abschuss von bis zu 70Prozent der deutschen Wildschwein-Population forderte.

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Das Schwarzwild sieht das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) als Risikofaktor Nummer eins. Die Gefahr geht vor allem von kontaminiertem Schweinefleisch oder daraus hergestellten Erzeugnissen aus, wenn sich das Wild darüber hermacht. Ein unachtsam entsorgtes Wurstbrötchen kann ausreichen, um die Seuche einzuschleppen. Andere Säugetiere sowie der Mensch sind für das Virus indes nicht empfänglich. Somit ist auch im Seuchenfall der Verzehr von Schweinefleisch unbedenklich. 

Bricht die Seuche in Deutschland aus, schätzt der DBV den Schaden für die Schweinehalter auf bis zu drei Milliarden Euro. Denn schon bei einem einzigen infizierten Wildschwein droht ein kompletter Exportstopp. Ein dramatischer Preisverfall wäre die Folge. Weitere Kosten würden in den vor- und nachgelagerten Bereichen entstehen und sich inklusive Seuchenbekämpfung in zweistelliger Milliardenhöhe bewegen.
Wildschweine - BU ASP
(Bild: Pixabay)

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Der Bauernverband fordert daher ein koordiniertes Vorgehen in der Prävention und Krisenpläne bis hinunter auf die Kreisebene. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) will für Februar einen Krisengipfel mit Bund und Ländern einberufen. Schon jetzt versuchen die Landwirte mit Biosicherheitskonzepten das Risiko zu minimieren.

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