EU-Märkte Lage bei Schweinen bleibt ausgeglichen

Samstag, 05. August 2017
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Schon die dritte Woche in Folge haben sich die Schlachtschweinepreise in wichtigen Erzeugerländern der Europäischen Union behaupten können. Hintergrund ist die anhaltend stabile Marktlage.

In Deutschland hat sich der Absatz am Fleischmarkt nach Angaben von Marktbeobachtern verbessert, was für weitere Entspannung sorgte. Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) konnte ihre Leitnotierung am vergangenen Mittwoch (4.8.) damit bei 1,70 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht (SG) unangetastet lassen. Hauspreise wurden nach ihren Angaben seitens der Schlachtbetriebe zuletzt nicht mehr genannt.

In Österreich verlief der Handel mit schlachtreifen Tieren in unveränderten Bahnen, teilte der Verband landwirtschaftlicher Veredelungsproduzenten (VLV) mit. Für Druck habe das schleppende Geschäft der europäischen Anbieter in Asien gesorgt. Dennoch konnte der Mastschweine-Notierungspreis auf dem Vorwochenniveau von 1,71 Euro/kg SG belassen werden.

Auch die Franzosen sahen in dieser Woche keinen Grund für erneute Abschläge. Am Marché du Porc Breton wechselten schlachtreife Tiere somit für 1,477 Euro/kg SG den Besitzer. Die Belgische Danis Gruppe ließ ihren Ankaufpreis am vergangenen Donnerstag ebenfalls unverändert bei 1,20 Euro/kg Lebendgewicht (LG). Für Dänemark meldete Danish Crown einen Auszahlungspreis von umgerechnet 1,48 Euro/kg SG, der damit - wie in den Nachbarländern - auf Vorwochenniveau lag.

Schon in der Woche zum 30. Juli hatte sich im Mittel der europäischen Mitgliedstaaten wenig getan. Die EU-Kommission meldete für Schlachtschweine der Handelsklasse E einen saisonal nahezu unveränderten Durchschnittspreis von 170,09 Euro/kg SG. Einbußen hatten zwar die Mäster in Österreich, Großbritannien, Spanien, Polen und Belgien hinzunehmen; diese beliefen sich aber maximal auf 0,4 Prozent. Dafür ging es mit den Notierungen in Deutschland und Italien um 0,3 Prozent beziehungsweise 0,6 Prozent nach oben.

Unveränderte Preise wurden aus Dänemark, Frankreich und Portugal gemeldet.

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