Förderpreis der Fleischwirtschaft Die Top-Talente 2017

Mittwoch, 26. April 2017
Die Top-Talente der Fleischwirtschaft 2017 (von links): Philipp Büning, Lisa Wetzel und Nino Terjung.
Foto: Natalie Färber
Die Top-Talente der Fleischwirtschaft 2017 (von links): Philipp Büning, Lisa Wetzel und Nino Terjung.
Themenseiten zu diesem Artikel:

Förderpreis


Die Fachzeitschriften „afz“ und „Fleischwirtschaft“ zeichnen junge Talente der Fleischbranche aus. Die Förderpreise gehen in diesem Jahr an Philipp Büning aus Münster, Dr. Nino Terjung aus Garrel und Lisa Wetzel aus Heilbronn.

Junge, ambitionierte Talente aus Handwerk, Industrie, Handel und Wissenschaft zeichnen die fleischwirtschaftlichen Fachmedien der dfv Mediengruppe – afz–allgemeine fleischer zeitung und „Fleischwirtschaft“ mit dem „Förderpreis der Fleischwirtschaft“ aus.

Die Preisträger 2017 sind Philipp Büning aus Münster, Dr. Nino Terjung aus Garrel und Lisa Wetzel aus Heilbronn. Sie erhalten ihre Auszeichnungen beim „Meat Vision Day“ am heutigen Mittwoch in Frankfurt am Main. Hier treffen hochkarätige Redner, darunter der Philosoph und Publizist Richard David Precht, in spannenden Diskussionen rund um das Thema Fleisch, Verarbeitung und Konsum auf innovative Start-up-Unternehmer. Eingebettet in diese außergewöhnliche und zukunftsorientierte Atmosphäre ist die Verleihung des Förderpreises der Fleischwirtschaft. 

Ziel dieser Initiative von afz und „Fleischwirtschaft“ ist es, Top-Nachwuchskräfte zu identifizieren, zu fördern und an die Branche zu binden. Die Preisträger spiegeln die beruflichen Chancen in der Fleischwirtschaft wider und zeigen, wie außergewöhnlich vielseitig und attraktiv die Unternehmen als Arbeitgeber sind. Mit ihnen erweitert sich die Galerie der Preisträger – angefangen im Jahr 2013 – um drei weitere kreative Köpfe:

Kategorie Handwerk

Philipp Büning, Inhaber und Geschäftsführer der gleichnamigen Metzgerei in Münster, zeigt mit 32 Jahren, wie Zukunftssicherung für ein Fachgeschäft aussehen kann. Geprägt durchs Elternhaus liegt die Leidenschaft für den Metzgerberuf nah. Nach Meisterschule und Abschluss zum Betriebswirt und einigen Jahren der Produktionsleitung im elterlichen Betrieb wurde der Wunsch nach einem eigenen Projekt im September 2011 Realität. Mit gerade 26 Jahren gründete der junge Fleischermeister seine eigene Metzgerei – unabhängig vom elterlichen Betrieb.
„Für meine Kunden soll der Einkauf bei Philipp ein Erlebnis mit ganz besonderem Service sein. “
Philipp Büning
Mit hervorragenden Produkten, qualifizierter Beratung und hohem Unterhaltungswert an der Ladentheke begeistern er und seine 20 Mitarbeiter die Kunden – eine bunte Mischung aus Studenten, Familien und Senioren. Mit der „Marke Philipp“ und ihrem Markenkern „Der vom Rinde versteht“ arbeitet Büning an seiner Anerkennung als Spezialist für außergewöhnlichen Fleischgenuss in der Region. Seine erfolgreiche Arbeit trägt weiter Früchte. Im Sommer kommt eine Filiale dazu, und weitere Arbeits- und Ausbildungsplätze entstehen.

Kategorie Wissenschaft

Die Kombination einer handwerklichen und industrienahen Ausbildung mit einer anspruchsvollen akademischen Bildung qualifiziert Dr. Nino Terjung für seine heutige Tätigkeit als Leiter des Geschäftsbereichs „Produktinnovation“ am Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik in Quakenbrück. Er forscht im Bereich des Dry Aging, der Salzreduktion bei Kochschinken und zur schnellen Garung von Fleischwaren. Bei der Beratung von Fleischfirmen ist der 30-Jährige voll in seinem Element. Dass das so ist, war nicht unbedingt vorhersehbar. Erst in der Ausbildung zum Fleischer packte ihn der Ehrgeiz.
„Erst während der Lehre hat mich so richtig der Ehrgeiz gepackt, und dem Meisterbrief folgten Studium und Promotion, was die Grundlage für meine heutige Arbeit bildet.“
Dr. Nino Terjung
Dem Meisterbrief folgten das Studium der Lebensmitteltechnologie Fachrichtung Fleisch an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Lemgo, das Masterstudium in München und schließlich die Promotion in Stuttgart-Hohenheim. In seiner eigenen Firma treibt den Tüftler und Genießer eine ausgefallene Idee an. Der Fleischforscher möchte einen physikalischen Prozess entwickeln, um Gänsefett in Leberzellen einzubringen, und so eine echte Alternative zur umstrittenen Stopfleber entwickeln.

Kategorie Industrie

Die Schnittstellen in der Wertschöpfungskette und in den unterstützenden EDV- und Technik-Bereichen sind das verantwortungsvolle Arbeitsfeld von Lisa Wetzel aus Heilbronn. Die 29-jährige Fachspezialistin für „Planung Warenfluss“ hat sich mit ihren herausragenden IT-Kenntnissen im Heilbronner Werk der Kaufland Fleischwaren der Optimierung der Produktionsplanung verschrieben. Stärker vernetzen steht für sie für mehr Transparenz.
„Unsere Wurstproduktion muss mit moderner Informations- und Kommunikationstechnik verzahnt werden, um die Wertschöpfungskette zu optimieren.“
Lisa Wetzel
Nach dem Studium „Ernährung und Versorgungsmanagement“ an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf kam Lisa Wetzel für ein Praxissemester und ihre Bachelorarbeit zu Kaufland in den Bereich Total Quality Management. 15 Monate später, nach einem einem Traineeprogramm im Bereich Category Management, trat sie im Januar 2016 ihre jetzige Arbeitsstelle an. Ideen und Verbesserungsvorschläge umzusetzen und die vorhandenen Daten und Systeme dem Wandel der Zeit anzupassen, das ist ihr Anspruch – die Voraussetzung, damit Mensch, Maschine und Produkt im Zeitalter 4.0 miteinander kooperieren und kommunizieren können.

Das könnte Sie auch interessieren
stats