„Iss Gut 2017“ Vereint in der Bratwurst

Mittwoch, 15. November 2017
Klaus Gerlach, Klaus-Dieter Kohlmann und Günter Grüner (v.l.) testen die eingereichten Bratwürste.
Foto: fl
Klaus Gerlach, Klaus-Dieter Kohlmann und Günter Grüner (v.l.) testen die eingereichten Bratwürste.
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Bratwurst Fachmesse


Mitteldeutsche Regionalverbände richten bei der „Iss Gut 2017“ gemeinsam den Bratwurstcup aus.

Auf der Leipziger Fachmesse „Iss Gut“ traten die mitteldeutschen Fleischer-Innungsverbände geschlossen auf. Gemeinsam mit den Verbandskollegen aus Thüringen, Sachsen-Anhalt sowie Berlin-Brandenburg hob der Sächsische Fleischer Innungsverband (SFIV) als Messehöhepunkt den Mitteldeutschen Bratwurstcup aus der Taufe.

21 Betriebe aus den vier Bundesländern reichten Proben für die Premierenveranstaltung ein. Da der Wettbewerb keineswegs an den Grundfesten der Thüringer Bratwursttradition rütteln sollte, richteten die Juroren ihr Hauptaugenmerk auf die Kreativität der Rezepturen. Und so bekam die Fachjury, bestehend aus den Landesinnungsmeistern Thomas Keller (Sachsen), Günter Grüner (Thüringen), Klaus-Dieter Kohlmann (Sachsen-Anhalt), Klaus Gerlach (Berlin-Brandenburg) und Kurt Härtel (Ehren-Landesinnungsmeister Sachsen) allerhand Exotisches geboten.

Die Thüringer Wurstkönigin zog das Interesse des Publikums auf sich und verteilte Probierproben.
Foto: fl
Die Thüringer Wurstkönigin zog das Interesse des Publikums auf sich und verteilte Probierproben.
Komplettiert wurde das sechsköpfige Verkosterteam durch Radiomoderator Steffen Lukas (Radio PSR). Die Wahl des überregional bekannten Moderators als Werbeträger lohnte sich in jeder Hinsicht. So verfolgten neben zahlreichen Messebesuchern auch verschiedene regionale Medienvertreter den launigen Brutzelkontest. Am Indoor-tauglichen Elektrogrill schwang niemand Geringeres als der Thüringer Bratwurstkönig Gerhard Herbst die Grillzange. Auch die Thüringer Wurstkönigin Anne Sonntag beteiligte sich an dem illustren Wettbewerb und servierte den Besuchern Kostenproben der verschiedenen Cup-Teilnehmer.

„Trotz meiner langen Laufbahn sehe ich zum ersten Mal eine Bratwurst mit Pfifferlingen“, schwärmte Klaus Gerlach. Und bei dieser Premiere blieb es nicht. So gab es Bratwürste mit Kängurufleisch, einer Lachs-Dill-Mischung oder getrockneten Tomaten. Bei aller Vielfalt freuten sich die Experten über die durchweg hohe Produktqualität. Letztlich mussten sich die Juroren für einen Favoriten entscheiden. In einem engen Kopf-an-Kopf-Rennen ging der Sieg an die Bratapfel-Cranberry-Bratwurst der Dresdner Fleischerei During, ganz knapp vor der Bärlauch-Bratwurst der Fleischerei Arnold aus Kraupa.
Leipziger Messe - Iss gut
(Bild: Tom Schulze / Leipziger Messe)

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SFIV-Geschäftsführerin Marina Holm freute sich sowohl über den gelungenen Bratwurstcup am zweiten Messetag als auch über den gesamten Messeauftritt: „Wir sind sehr zufrieden mit der diesjährigen „Iss Gut“. An allen drei Tagen haben wir eine hohe Besucherzahl verzeichnet. Besonders freuten uns die vielen Lehrlinge. Insgesamt war der Fachbesucheranteil aus der Fleischerbranche diesmal deutlich höher.“ Schon während der Messe diskutierten Aussteller und Verbände mögliche Pläne für die nächste Veranstaltung in zwei Jahren. Dort wird es laut Holm dann eine Fortsetzung des Bratwurstcups geben.

Den Höhepunkt am ersten Messetag bildete aus Verbandssicht traditionell der Qualitätswurstwettbewerb. 97 Mal Gold, 36 Mal Silber sowie zweimal Bronze lautete die Bilanz der sächsischen Fleischerbetriebe. Der dritte Tag galt dem Nachwuchs. So stellten sich 75 Auszubildenden wahlweise als Zweier-Team – bestehend aus Fleischer und Fleischerei-Fachverkäuferin – oder als Einzelkämpfer dem Lehrlingswettbewerb. Über die Ausbildungs- und Karrierechancen im Fleischerhandwerk beriet das SFIV-Team.

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