Jubiläum bei Remagen Handwerk seit 1718

Dienstag, 08. Mai 2018
Die Geschäftsführer Frank Remagen und Bernd Johnen (rechts) arbeiten bereits eng verzahnt mit der nächsten Generation – inzwischen die zehnte: Nane (links) und Nina Remagen.
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Die Geschäftsführer Frank Remagen und Bernd Johnen (rechts) arbeiten bereits eng verzahnt mit der nächsten Generation – inzwischen die zehnte: Nane (links) und Nina Remagen.
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Hardy Remagen Farmhaus


Fleischverarbeiter investiert im Jubiläumsjahr. Neubau für Farmhaus in Hürth. Staffelübergabe an die nächste Generation.

Die Hardy Remagen GmbH & Co. KG im rheinischen Hürth blickt in diesem Jahr auf einen besonderen Geburtstag: Das Familienunternehmen wird 300 Jahre alt. Keine Zeit zum Ausruhen gönnen die Geschäftsführer Frank Remagen und Bernd Johnen dem Traditionsbetrieb. Im Jubiläumsjahr wird kräftig in eine neue Großküche zur Herstellung von Convenienceprodukten investiert und das Führungsteam erweitert.

Es war das Jahr 1718, als Theodor Remagen im Schatten des Kölner Doms eine eigene Metzgerei gründete. Das erforderte seinerzeit viel Mut, denn fleischerhandwerkliche Betriebe gab es damals an jeder Ecke. Mit Unternehmergeist und Weitsicht vollzog auch Hardy Remagen 1977 den Umzug seines Betriebs in den Kölner Speckgürtel nach Hürth.

Hardy Remagen - Frank Remagen
(Bild: jus)

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Jubiläum Remagen baut Convenience aus

Das Geschäft der klassischen Fleischerei wandelte sich immer mehr hin zum Dienstleister für Gastronomie und Großküchen. Heute ist der Fleischverarbeiter mit einem Umsatz von 55 Mio. Euro bundesweit tätig, weil „wir mit unseren Kunden wachsen, passende Produkte entwickeln und damit neue Märkte erschließen“, verrät der geschäftsführende Gesellschafter Frank Remagen im Pressegespräch.

Die Positionierung als Dienstleister und Problemlöser soll dem Betrieb mit rund 200 Beschäftigten weiteres Wachstum bescheren. Potenzial sieht man in Hürth vor allem dort, wo das Kochen in der Gastronomie aufhört. Wenn es an Fachkräften fehlt, „liefern wir die Vorstufe – fix und fertig“, so das Credo von Remagen, für den Convenience schon seit Ende der 1950-er Jahre kein mehr Fremdwort ist.

Die Jahresproduktion

1.123 Tonnen Schnitzel +++ 6.726 Tonnen Bratwürste - das entspricht 72 Mio. Stück +++ 3.631 Tonnen Frikadellen - das entspricht rund 34 Mio. Stück
Der Erwerb der Düsseldorfer Farmhaus GmbH & Co. KG vor drei Jahren ist deshalb auch für Bernd Johnen die perfekte Ergänzung in der Gruppe. Der Betrieb soll zum Herbst an den Stammsitz nach Hürth umziehen. Deshalb investiert Remagen knapp acht Millionen Euro in einen Neubau zur Nutzung von Synergien zwischen „Küchenbetrieb“ und Fleischverarbeitung. Die bisherige Produktionsfläche wächst um knapp 3.000 qm auf insgesamt 13.000 qm. Dabei werden künftig die Convenience-Spezialitäten von Farmhaus ebenfalls IFS–zertifiziert sein. Zum Jubiläum launchen die Rheinländer zwei Produkte: Bratwurst und Kesselwurst „Anno 1718“.

Die Belegschaft

Das Familienunternehmen beschäftigt 219 Mitarbeiter, darunter 88 Frauen und 131 Männer. Sie stammen aus insgesamt 23 Nationen.
2018 beginnt für das Familienunternehmen auch der Prozess der Nachfolge. Mit Nina und Nane Remagen ist die zehnte Generationen im Unternehmen tätig. Beide Schwestern „arbeiten sich verstärkt in ihre Aufgaben ein und übernehmen immer mehr Verantwortung“, erklärt Frank Remagen.

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