Lateinamerika Uruguay lädt zum Welt Fleisch Kongress

Donnerstag, 23. Juni 2016
Der World Meat Congress (WMC) findet vom 7. bis 9 November in Punta del Este (Uruguay) statt.
Foto: WMC
Der World Meat Congress (WMC) findet vom 7. bis 9 November in Punta del Este (Uruguay) statt.
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Uruguay erwartet im November Gäste aus der ganzen Welt. Argentinien sieht Schweinefleischimporte kritisch, Brasilien setzt weiter auf China und Mexiko steigert seine internationale Wettbewerbsfähigkeit. Paraguays Geflügelfleischexporte steigen um 252%.

Uruguay: Blick auf den World Meat Congress

Uruguay präsentiert sich als Gastgeberland des Welt Fleisch Kongresses betont modern und umweltbewusst. Die Nummer sieben der Weltrangliste der Rindfleischproduzenten greift die Themen auf, für die auch das Fleisch aus Uruguay steht: Tiergesundheit, Tierwohl, Nachhaltigkeit und modernes Fleischmarketing. Das Rahmenprogramm bietet Möglichkeiten, landwirtschaftliche sowie Schlacht- und Zerlegebetriebe zu besuchen, aber auch das Land, seine Küche und seine Weine zu entdecken. Unter dem Motto „Viele Stimmen – eine Melodie“ wollen die Veranstalter Internationales Fleischsekretariat (International Meat Secretariat – IMS) und das Nationale Fleischinstitut Uruguays (Instituto Nacional de Carnes – INAC) die Branche auf die neuen weltweiten Trends der Fleischproduktion und des -konsums einstimmen. Der 21. World Meat Congress (WMC 2016) findet in Punta del Este vom 7. bis zum 9. November 2016 statt. Auf der Webseite des Kongresses kann man sich über das Programm informieren und für die Teilnahme anmelden.

www.wmc2016.uy

Argentinien: Importe gefährden die Industrie

Argentinische Schweinefleischproduzenten sehen sich durch einen enormen Anstieg der Importe in Gefahr. So sprach Präsident des Verbandes der Schweinehalter (Asociación Argentina de Productores Porcinos – AAPP), Juan Uccelli, in einem offenen Brief an den argentinischen Präsidenten Macri von einer Verdopplung der Einfuhren im ersten Vierteljahr 2016 gegenüber diesem Zeitraum 2015 und mahnte an, dass dadurch dem Land „Verluste an Devisen“ in Höhe von 14 Mio. $ entstanden sind. Nach Angaben des AAPP erreichten im Januar 2016 die Importe 1.553 t, was ein Plus von 155% gegenüber dem gleichen Monat 2015 bedeutet. Im Februar waren es 1.578 t (+203%) und im März sogar 2094 t (+278%). Damit wurden im ersten Quartal dieses Jahres 5.225 t Schweinefleisch von Argentinien importiert – ein Zuwachs von 211% gegenüber 2015. Die Hauptlieferanten sind Brasilien, Spanien und Dänemark.

www.losandes.com.ar

Brasilien: Erweiterung des Angebotes für China

Der Geschäftsführer des Verbandes der Rindfleischexporteure Brasiliens (Asociación Brasileña de Industrias Exportadoras de Carne Vacuna – ABIEC), Fernando Sampaio, hat sich nach Abschluss der Sial China zuversichtlich über die Verhandlungen mit den entsprechenden Behörden über die Öffnung des chinesischen Marktes für Fleisch mit Knochen und Rinderinnereien aus Brasilien geäußert. Im Juni letzten Jahres hat China gleich mehrere brasilianische Betriebe für direkte Lieferungen geöffnet, und bereits im April 2016 behauptete sich Brasilien als wichtigster Rindfleischlieferant mit durchschnittlich 15.000 t monatlich auf dem chinesischen Markt. Nun soll das Angebot an Produkten erweitert und Brasilien als „Marke“ gezielt ausgebaut werden.

www.elagro.com.py

Mexiko: Subventionen für die Landwirtschaft steigen

Nach Angaben der Nationalen Versicherungsanstalt für den Agrarsektor Agroasemex, stiegen 2015 die Subventionen in die landwirtschaftliche Produktion Mexikos um 19%. Im vergangenen Jahr belief sich die Summe der staatlich zugeteilten Beihilfen für die Versicherungsprämien der Produzenten von Agrarprodukten auf 479,9 Mio. Mex$ (mexikanische Pesos), was den Marktteilnehmern zusätzliche Sicherheiten und einen verbesserten Marktzugang ermöglichte, so die staatliche Behörde. Mehr als die Hälfte davon (246,7 Mio. Mex$) floss in die Viehzucht. Damit wurden Beihilfen zur Versicherung von insgesamt 169,3 Millionen Tieren geleistet, was einen Zuwachs von 23% zum Vorjahr bedeutet. Bei diesen Versicherungen handelt es sich überwiegend um Risiken durch Tierkrankheiten und Schäden im Zusammenhang mit dem Transport der Tiere. Die Versicherungsleistungen für Kulturen wie Mais, Weizen etc. wurden von 40 auf 60% des Wertes dieser Rohstoffe angehoben. Auch die mit staatlichen Beihilfen versicherte Anbaufläche vergrößerte sich um etwa 23% auf 2,7 Mio. ha. Diese Zahlen zeigen, wie konsequent der Mexikanische Staat das ambitionierte Ziel verfolgt, die landwirtschaftliche Produktion – darunter auch die Fleischproduktion – zu stärken und deren internationale Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

www.ameg.org.mx

Paraguay: Starker Export von Geflügelfleisch

Nach Angaben der Nationalen Behörde für Tiergesundheit (Servicio Nacional de Calidad y Salud Animal – Senacsa) stiegen die Geflügelfleischexporte Paraguays in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres um 252% im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2015 auf 262,8 t im Wert von 91.713 $ an. Dabei wurden 27,6 t Geflügelfleisch und 235,2 t Geflügelfleischabschnitte nach Ghana, Liberia, Russland, Sierra Leone, Togo und Vietnam verladen. Bei aller Freude über diese Entwicklung sprechen die Branchenvertreter jedoch von Nachholbedarf: Man will künftig auch „Premium-Märkte“ mit entsprechenden Produkten erreichen.

www.lanacion.com.py

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