Halbjahresbilanz Grillwetter facht Umsatz an

Dienstag, 22. August 2017
Man gönnt sich wieder was.
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Man gönnt sich wieder was.

Im ersten Halbjahr hat der deutsche Handel mit Lebensmitteln und Getränken 2,5Prozent mehr Umsatz gemacht als im selben Zeitraum in 2016.
Das geht aus dem jüngsten Consumer Index der GfK hervor, der alle Vertriebslinien vom Fachgeschäft über den Supermarkt bis zum Discounter einschließt. Die Geschäfte mit Fleisch und Wurst liefen sogar noch etwas besser. Hier meldet die GfK ein Umsatzplus von 3,2 Prozent. Der Fleischmarkt war im ersten Halbjahr 2017 hauptsächlich von drei Entwicklungen geprägt: Schweinefleisch verliert (Menge: – 6 Prozent), Rind und Geflügel gewinnen (+ 10 und +7 Prozent).

Geflügel, vor allem Hähnchen, profitiert sicherlich vom gesünderen Image gegenüber dem Schweinefleisch, welches zudem durch die Diskussion über das Tierwohl besonders belastet ist. Gestiegene Preise für Schweinefleisch und höhere Gewinnmargen bei Hähnchen sorgten zudem für manchen Sortimentswechsel im LEH.

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Nutznießer in diesem Wechselspiel ist auch das Rindfleisch. Wenn man schon weniger Rotfleisch isst, dann soll es eben was Besonderes sein, vor allem auf dem Grill. Für zusätzlichen Schub sorgten auch die gegenüber dem Vorjahr um etwa vier Prozent günstigeren Preise für Rindfleisch.

Der Wurstmarkt behauptete sich recht gut, sowohl mengen- (+1 Prozent) als auch wertmäßig (+ 3 Prozent). In den letzten Monaten wurden dann auch zunehmend die Preise für Wurst an den gestiegenen Schweinefleischpreis angepasst. Dies ist womöglich ein Hoffnungsschimmer für die zuletzt doch ziemlich unter Druck geratene Wurstbranche. Ein deutliches Mengenplus (+7 Prozent) erzielte dank des grilltauglichen Wetters im ersten Halbjahr vor allem die Bratwurst.

Bei den Snacks wachsen vor allem die Burger stark. Das wird durch den American Food-Trend gestützt.
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