Neuer Lebensmittelskandal Illegales Pferdefleisch gehandelt

Montag, 27. April 2015
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Pferdefleisch Lebensmittelskandal


Schon wieder beherrscht ein Skandal um Pferdefleisch die Schlagzeilen. Dieses Mal ist für den Verzehr nicht geeignete Ware umdeklariert worden und so in die Lebensmittelkette gelangt.
 Im Rahmen einer Polizeiaktion sind nun Dutzende von Betrieben durchsucht worden, hauptsächlich in Frankreich. Wie die Koordinationsstelle für die Justizzusammenarbeit in der EU (Eurojust) in Den Haag mitteilt, wurden 26 Personen festgenommen, 200 Pferde wurden beschlagnahmt und werden untersucht.

In den Jahren 2010 bis 2013 sind nach Schätzung französischer Behörden etwa 4.700 zum menschlichen Verzehr nicht geeignete Pferde gehandelt worden. Dazu hatten die Verantwortlichen die Pferdepässe gefälscht, die die Herkunft und den Gesundheitszustand der Tiere angeben. Es handele sich offenbar um ein „grenzüberschreitendes organisiertes Verbrechen“.

Die Machenschaften der kriminellen Händler konzentrierten sich vor allem auf Frankreich, Belgien und die Niederlande. Deutschland sei so gut wie nicht betroffen. Bislang gibt es keine Hinweise auf eine Gesundheitsschädigung für Verbraucher.

Der aktuellen Ermittlungen sind losgelöst von denen von Anfang 2013 zu sehen, als genusstaugliches Pferdefleisch als Rindfleisch deklariert in Verarbeitungsprodukten wie Lasagne auftauchte.
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