Tierwohl Bauern wollen Kennzeichnung

Dienstag, 13. März 2018
Beim Offenstall bekommen die Schweine frische Luft, ungefähr doppelt so viel Platz als gesetzlich vorgeschrieben, natürliches Tageslicht sowie tiergerechte Funktionsbereiche zum Liegen, Fressen, Bewegen, Koten und Harnen.
Foto: Henk Riswick
Beim Offenstall bekommen die Schweine frische Luft, ungefähr doppelt so viel Platz als gesetzlich vorgeschrieben, natürliches Tageslicht sowie tiergerechte Funktionsbereiche zum Liegen, Fressen, Bewegen, Koten und Harnen.
Themenseiten zu diesem Artikel:

Tierwohl DBV Deutscher Bauernverband


Deutscher Bauernverband setzt auf mehr Transparenz. Auslobung von Herkunft und Haltungsbedingungen bei Schweinen vorgeschlagen.

von Dr. Jürgen Struck

Der Deutsche Bauernverband (DBV) spricht sich für eine Kennzeichnung von Fleischwaren aus. Verbraucher sollen beim Schwein die Art der Haltung und die Herkunft erkennen können.

„Wir wollen an einem Label aktiv mitwirken“, sagt DBV-Präsident Joachim Rukwied im Gespräch dem fleischwirtschaft.de-Schwesterportal „agrarzeitung.de“. Nach längeren Vorbereitungen habe sich der DBV nun zu dieser Vorgehensweise entschlossen. Für den Verbraucher solle eindeutig erkennbar sein, unter welchen Bedingungen die Tiere gehalten wurden, so Rukwied.

Vorstellbar dazu wäre ein mehrstufiges Modell, welches vor allem für Schweinefleisch gelten könnte. Danach umfasse eine Stufe „0“ Fleischwaren, die nicht nach deutschem Standard produziert wurden. Die Stufe „1“ entspräche den deutschen gesetzlichen Vorgaben, Stufe „2“ einem höheren Level wie bespielsweise jenem der Initiative Tierwohl, und Stufe „3“ einem Premium-Standard. Dies könne beispielweise der Auslauf ins Freie bedeuten. 

Es sei dabei selbstverständlich, dass höhere Anforderungen mit höheren Kosten verbunden seien. Diese müssten sich den Stufen entsprechend in höheren Verkaufspreisen widerspiegeln, betont der DBV-Präsident. Ziel müsse es ferner sein, dass eine derartige Kennzeichnung nicht nur Frischfleisch umfasse, sondern auch verarbeitete Ware.

Auch eine Herkunftskennzeichnung ist nach Aussage von Rukwied anzustreben. Über die Umsetzung derartiger Kennzeichnungen müsse im Detail noch verhandelt werden. Er könne sich vorstellen, dass das System Qualität und Sicherheit (QS) hierbei eine maßgeblichen Rolle spielen könne, sagte Rukwied.

Der Beitrag ist zuerst erschienen auf agrarzeitung.de.

Das könnte Sie auch interessieren
stats