Veggie-Welle In die Wurst gehört Fleisch

Dienstag, 23. Februar 2016
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DFV Fleischerhandwerk Rezeptur Wurstkultur


Der Deutsche Fleischer-Verband (DFV) will die Wurst schützen. Die Metzger sehen die Vielfalt der Wurstkultur in Gefahr durch immer neue Stellungnahmen aus allen politischen Lagern sowie durch provozierende und diffamierende Angriffe von Verbraucherschützern zu Fleischkonsum und Ernährungsgewohnheiten. Und durch Produktbezeichnungen, die der Wurst oder dem Fleisch das Wort vegan oder vegetarisch voranstellen.

Die Meister sehen darin eine Täuschung und Irreführung der Verbraucher, wenn die Wurst nicht aus Fleisch gekuttert wird. Das gelte auch für Schnitzel und Frikadellen, betonte DFV-Vizepräsident Klaus Gerlach anlässlich der Tagung der Obermeister.

Den Vertretern aus den Innungen berichteten aus der Bundesgeschäftsstelle Hauptgeschäftsführer Martin Fuchs und Chefveterinär Dr. Wolfgang Lutz, dass der Gesamtvorstand des DFV einen eindeutigen Beschluss auf seiner Februar-Sitzung in Frankfurt am Main gefasst habe: Den Antrag auf Beschreibung der Verkehrsauffassung für „vegan“ und „vegetarisch“ in den Leitsätzen.

Während die Leitsätze – zuletzt neugefasst am 25. November 2015 – viele Rezepturen klar festlegen, sind die Begriffe Fleisch und Wurst bisher nicht definiert. Im Unterschied dazu sind Bezeichnungen für Käse und andere Milcherzeugnisse innerhalb der EU geregelt. So darf Käse ausschließlich aus Milch von Rindern, Büffeln, Schafen oder Ziegen hergestellt werden.

Der Internationale Metzgermeister-Verband (IMV) lehnt in einer Stellungnahme gegenüber der EU-Kommission das Verwenden traditioneller Sachbezeichnungen aus dem Fleischwarenbereich grundsätzlich ab. Er fordert einen Schutz für traditionelle Erzeugnisse

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