Vergiftete Lebensmittel Polizei warnt vor Erpresser

Donnerstag, 28. September 2017
Foto: NicoLeHe / pixelio.de

Das Polizeipräsidium Konstanz-Friedrichshafen warnt vor vergifteten Lebensmitteln. Ein Erpresser droht dem Lebensmitteleinzelhandel und fordert einen Millionenbetrag.
Mit der Vergiftung von Lebensmitteln will ein Unbekannter von deutschen Supermärkten und Drogerien eine zweistellige Millionensumme erpressen. Fünf vergiftete Gläschen Babynahrung seien in Friedrichshafen am Bodensee gefunden worden, wie die Polizei in Konstanz am Donnerstag mitteilte. Die Ermittler gehen zwar davon aus, alle betroffenen Gläser entdeckt zu haben.

Die Drohung umfasse aber nicht nur Babynahrung. Um den Fall zu klären, wurde eine Sonderkommission "Apfel" mit rund 220 Ermittlern gegründet. Eine internationale Fahndung nach dem Erpresser, vor allem in Österreich und der Schweiz, läuft. Das meldet das fleischwirtschaft.de-Schwesterportal lebensmittelzeitung.net unter Berufung auf die Deutsche Presse-Agentur (dpa). 

Die Ermittlungsbehörden und die amtliche Lebensmittelüberwachung nehmen diese Drohung sehr ernst. Der Täter habe bereits vergangene Woche in verschiedenen Friedrichshafener Einkaufsmärkten mehrere vergiftete Lebensmittel in Gläschen in Verkaufsregalen platziert. Angestellte und Polizisten hatten die Produkte allerings aufgefunden und sichergestellt.

Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass es zukünftig zu einer Manipulation kommen könnte, werden Verbraucher deshalb aufgefordert, besonders auf Beschädigungen der Produktverpackungen oder das Fehlen des Unterdrucks (besonders bei Glasverpackungen mit Schraubverschluss) zu achten. Darauf weisen die Sicherheotsbehörden ausdrücklich hin.

Deckel von ordnungsgemäß verschlossenen Gläsern weisen üblicherweise eine Wölbung nach innen auf, beim Öffnen ist ein Knackgeräusch zu hören. Die Polizei bittet Verbraucher, die beim ihrem Einkauf verdächtige Produkte entdecken, unverzüglich das Verkaufspersonal zu informieren. Stellen Verbraucher zu Hause eine Manipulation von Verpackungen fest, können diese beim Ladengeschäft oder bei jeder Polizeidienststelle abgegeben werden.
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