Wurstkartell Rügenwalder schließt Deal ab

Dienstag, 16. Januar 2018
Rügenwalder Mühle akzeptiert eine Geldbuße in Millionenhöhe im Wurstkartell-Verfahren.
Foto: Rügenwalder
Rügenwalder Mühle akzeptiert eine Geldbuße in Millionenhöhe im Wurstkartell-Verfahren.
Themenseiten zu diesem Artikel:

Rügenwalder


Rügenwalder hat im Wurstkartell-Verfahren zu einer Einigung mit der Generalstaatsanwaltschaft gefunden.

Wie die „Lebensmittel Zeitung“ berichtet, zahlen das Unternehmen sowie zwei Verantwortliche Geldbußen von insgesamt gut 5,5 Mio. Euro. Wichtiger für das Unternehmen ist jedoch: In dem Deal wurde der Tatzeitraum auf die Zeit ab 2006 beschränkt. Dies könnte Rügenwalder bei möglichen Schadenersatzforderungen des Lebensmittelhandels zugute kommen. 

Mit dem Urteil sieht es der 6. Kartellsenat als erwiesen an, dass sich der Wursthersteller zwischen 2006 und 2009 wettbewerbswidrig mit anderen Branchenunternehmen über Preiserhöhungen abgesprochen hatte, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte.

In der Verhandlung am 19. Dezember 2017 hatte bereits der Geflügelspezialist Wiesenhof zog seinen Einspruch gegen den Bußgeldbescheid zurückgezogen. Der Heidemark Mästerkreis beriet über die Annahme eines Bußgeldangebots von rund drei Mio. Euro. Eine Entscheidung steht noch offen. Von den vier Beschwerdeführern (Wiesenhof, Rügenwalder, Wiltmann, Heidemark)verbleibt damit einzig die Franz Wiltmann GmbH & Co. KG. „Wir stehen für Deals nicht zur Verfügung“, betonte der persönlich haftende Gesellschafter Dr. Wolfgang Ingold.

Das könnte Sie auch interessieren
stats