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Hüllen

natürliche und künstliche Hüllen von Fleischerzeugnissen sind nur dann Lebensmittel, wenn sie üblicherweise mit verzehrt werden; im anderen Fall sind sie Bedarfsgegenstände (5 Abs. Nr.1 des Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetzes vom 15. August 1974 -- Bundesgesetzbl. I S. 1945). Als Hüllen für Fleischerzeugnisse werden neben künstlichen Hüllen und unbeschränkt verarbeitungsfähigen Tierkörperteilen folgende, im Übrigen nicht oder nur beschränkt verarbeitungsfähige Tierkörperteile verwendet: vom Rind: Speiseröhre (ohne Muskulatur, gewendet); Pansenwand (ohne Schleimhaut, gewendet) für saure Rolle usw.; Dünndarm (ohne Schleimhaut, gewendet) als Kranzdarm; Blinddarm und der Übergang zum Grimmdarm (ohne Schleimhaut, gewendet) als "Butte"; Serosa des Blinddarms als Goldschlägerhäutchen; Grimmdarm (ohne Schleimhaut, gewendet) als Mitteldarm; Mastdarm (ohne Schleimhaut, gewendet); Harnblase (mit Schleimhaut, gewendet); vom Kalb: Blinddarm (ohne Schleimhaut, gewendet) als Kalbsbutte; Dünndarm (ohne Schleimhaut, gewendet) von älteren Kälbern; Harnblase (mit Schleimhaut, gewendet); vom Schwein: Magen (mit Schleimhaut, gewendet), Dünndarm a) ohne Schleimhaut, ohne Muskelschicht, nicht gewendet als Schweinedünndarm oder Schweinesaitling; b) gewendet (mit Schleimhaut) für Leberwürstchen; c) ohne Schleimhaut, ohne Submucosa (nur Muskelschicht und Serosa) als Bändel für bestimmte Bratwürste; Blinddarm (mit Schleimhaut, gewendet) als Säckchen oder Schweinekappe; Grimmdarm (mit Schleimhaut, gewendet) als Krausdarm, Übergang zum Mastdarm als sog. Nachende; Mastdarm (mit Schleimhaut, gewendet) als Fettende oder Schlacke; Harnblase (mit Schleimhaut, gewendet); vom Schaf: Dünndarm (ohne Schleimhaut, ohne Muskelschicht, ohne Serosa, nicht gewendet) als Schafsaitling; Blinddarm (ohne Schleimhaut, gewendet) als Hammelkappe; Harnblase (mit Schleimhaut, gewendet); vom Pferd: Dünndarm (ohne Schleimhaut, gewendet) als P-Darm (18 Abs. 5 des Fleischbeschaugesetzes) vgl. LS 1.62.