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Diabetes

Die Begriffserklärung von Diabetes

In den gängigen Lehrbüchern über Ernährung und Diabetesbehandlung tauchen immer wieder Vorurteile gegenüber eiweißreichen Lebensmitteln auf. Ernährungsmediziner sprechen häufig die Empfehlung aus, den Verzehr von eiweißreichen Lebensmitteln wie Fleisch, Wurst und Käse einzuschränken. In den letzten beiden Jahrzehnten haben die Möglichkeiten zur mehrfach täglichen Selbstkontrolle von Harn- oder Blutglukose und systematische klinische Untersuchungen dazu beigetragen, diese Vorurteile zu widerlegen. Typ-1- und Typ-2-Diabetikern wird heute im Prinzip keine andere Ernährung empfohlen als die, die Nichtdiabetikern angeraten wird. Empfehlungen für eine reduzierte Energieaufnahme erübrigen sich, wenn das Körpergewicht im normalen Body-Maß-Index-Bereich liegt. Fettreiche und eiweißreiche Nahrungsmittel erhöhen den Blutzucker nicht und können in den üblichen Mengen verzehrt werden. Einzig kohlenhydratreiche Lebensmittel erhöhen den Blutzucker und müssen entsprechend beachtet werden. Diabetiker mit Übergewicht sollten die Fettaufnahme reduzieren und besonders energiereiche Lebensmittel meiden. Bei Reduktionsdiäten ist sogar eine eiweißreiche Kost angeraten. Hier treten magere Fleischstücke sowie fettarme Wurst- und Käsesorten in den Vordergrund der Ernährung. Selbst bei Diabetespatienten mit eingeschränkter Nierenfunktion wird keine strenge Proteinrestriktion mehr nahe gelegt, d.h. der Genuss von Fleisch und Wurstwaren in moderaten Mengen (0,8 bis 1,0 g/kg Körpergewicht) ist ebenso erlaubt wie der von Käse oder anderer eiweißreicher Nahrungsmittel.