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Etikettierung

Die Begriffserklärung von Etikettierung

Am 01.01.2002 trat die 2. Stufe der Rindfleischetikettierungs-Verordnung in Kraft. Grundlage ist die Verordnung „...zur Einführung eines Systems zur Kennzeichnung und Registrierung von Rindern und über die Etikettierung von Rindfleisch und Rindfleischerzeugnissen“, die am 21.04.1997 in der Europäischen Union (EU) erlassen wurde. Die Umsetzung der Verordnung erfolgte in zwei Stufen. Die erste Stufe, nach der Daten zur Schlachtung und Zerlegung auf dem Etikett vorgeschrieben sind, gilt seit dem 01.09.2000. Nachdem die 2. Stufe der Rindfleischetikettierungs-Verordnung in Deutschland bereits am 28.12.2000 umgesetzt wurde, ist sie seit dem 01.01.2002 EU-weit gesetzlich verpflichtend. Mit der Verordnung soll ein lückenloser Herkunftsnachweis für Rindfleisch vom Stall bis zum Ladentisch gewährleistet werden.
Die Rindfleischetikettierungs-Verordnung bildet die Grundlage für alle Informationen über die Herkunft von Rindfleisch. Zur Etikettierung gehören neben Etiketten auf Schlachtkörpern, Handelsoder SB-Verpackungen auch alle schriftlichen Informationen am Ort des Einkaufs wie z.B. Plakate, Thekenaufkleber und Handzettel. Voraussetzung für die Rindfleischetikettierung ist die Kennzeichnung und Registrierung der Rinder. Dies geschieht in der EU seit dem 01.01.1998 nach einem einheitlichen System, durch zwei Ohrmarken und einen tierbegleite den Rinderpass.
Die Verordnung legt fest, welche Angaben bei Rindfleisch, welches in der EU in den Verkehr gebracht wird, auf dem Etikett gemacht werden müssen. Durch die Einführung der zweiten Stufe wurden die bisher erforderlichen Angaben durch weitere ergänzt (siehe Kasten). Die Verordnung regelt außerdem die Kontrolle sowie Sanktionen bei Verstößen. In Deutschland wurde die EU-Verordnung durch die Änderung des nationalen Rindfleischetikettierungs-Gesetzes und der Rindfleischetikettierungs-Verordnung in nationales Recht umgesetzt.
Folgende Angaben auf dem Etikett sind obligatorisch:
1.Stufe (seit dem 01.09.2000)
- Referenznummer/Code: (z.B. die Kennnummer des Tiers oder der Gruppe von Tieren, von denen das Fleisch stammt)
- „Geschlachtet in: Name des Mitgliedsstaats oder Drittlandes, EU-Zulassungsnummer des Schlachtbetriebs“
- Zerlegt in: Name des Mitgliedsstaats oder Drittlandes, EU-Zulassungsnummer des Zerlegebetriebs“
2.Stufe (seit dem 01.01.2002)
- Geboren in: Mitgliedsstaat oder Drittland“
- Gemästet in: Mitgliedsstaat und/oder Drittland“
Sind Geburts-, Schlacht- und Mastort identisch, können obige Angaben als Herkunft (Name des Mitgliedsstaats oder Drittlandes) zusammengefasst werden.
Wurden die Tiere lebend in die EU eingeführt und liegen über Geburts- und Mastort keine Informationen vor, müssen diese Angaben durch
- „lebend in die Gemeinschaft eingeführt“ oder
- „lebend eingeführt aus: Name des Drittlandes“ ersetzt werden.
Rindfleisch aus Drittländern, welches in die EU eingeführt wird, muss mit
- „Herkunft: Nicht EG“
- „Geschlachtet in: Name des Drittlandes“
gekennzeichnet werden, falls nicht alle obligatorischen Angaben vorhanden sind. Bei Rinderhackfleisch entfallen die Angaben zu Geburt und Mast. Statt „Zerlegt in“ muss „Hergestellt in: Name des Mitgliedstaats“ auf dem Etikett angegeben werden.
Im Rahmen behördlich genehmigter Etikettierungssysteme können weitere Angaben gemacht werden. Dazu gehören z.B. Informationen zur Rasse, zur Kategorie (z.B. Jungbulle, Färse, Kuh), zur Haltung und Fütterung (Weidemast, Mutterkuhhaltung,...) und Angaben zu Qualitätseigenschaften.
Die Kennzeichnungspflicht besteht nur für frisches, gekühltes, gefrorenes nicht zubereitetes Rindfleisch und Hackfleisch. Nicht unter die Verordnung fallen verarbeitete Rindfleischerzeugnisse wie z.B. Hackfleisch Halb und Halb, Wurstwaren oder Rindfleisch in Fertiggerichten.
Ziel der Verordnung ist es, die Produktions- und Vermarktungsbedingungen der Erzeugnisse für den Verbraucher transparenter zu machen, und das Vertrauen der Verbraucher in die Qualität von Rindfleisch und die daraus hergestellten Produkte zu stärken.
Literatur:
Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL):Rindfleischetikettierung EG-Durchführungsverordnung zur Rindfleischetikettierungs-Verordnung. Rundschreiben FA 80/2000, 29.08.2000
http://www.bll-online.de
http://www.orgainvent.de

Copyright: Auszüge aus dem Ernährungsratgeber "wichtige fragen - richtige antworten". Er besteht aus einem Ringordner, einem Register mit neun Rubriken und 236 Fragen und Antworten und kann bestellt werden gegen 54,80 Euro (inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Portokosten) schriftlich, per Fax oder E-Mail bei der CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH, Referat Wissenschafts-PR, Postfach 20 03 20, 53133 Bonn, Fax (02 28) 8 47-202, E-Mail: Wiss-PR@cma.de.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.cma.de.
Am 01.01.2002 trat die 2. Stufe der Rindfleischetikettierungs-Verordnung in Kraft. Grundlage ist die Verordnung „...zur Einführung eines Systems zur Kennzeichnung und Registrierung von Rindern und über die Etikettierung von Rindfleisch und Rindfleischerzeugnissen“, die am 21.04.1997 in der Europäischen Union (EU) erlassen wurde. Die Umsetzung der Verordnung erfolgte in zwei Stufen. Die erste Stufe, nach der Daten zur Schlachtung und Zerlegung auf dem Etikett vorgeschrieben sind, gilt seit dem 01.09.2000. Nachdem die 2. Stufe der Rindfleischetikettierungs-Verordnung in Deutschland bereits am 28.12.2000 umgesetzt wurde, ist sie seit dem 01.01.2002 EU-weit gesetzlich verpflichtend. Mit der Verordnung soll ein lückenloser Herkunftsnachweis für Rindfleisch vom Stall bis zum Ladentisch gewährleistet werden.
Die Rindfleischetikettierungs-Verordnung bildet die Grundlage für alle Informationen über die Herkunft von Rindfleisch. Zur Etikettierung gehören neben Etiketten auf Schlachtkörpern, Handelsoder SB-Verpackungen auch alle schriftlichen Informationen am Ort des Einkaufs wie z.B. Plakate, Thekenaufkleber und Handzettel. Voraussetzung für die Rindfleischetikettierung ist die Kennzeichnung und Registrierung der Rinder. Dies geschieht in der EU seit dem 01.01.1998 nach einem einheitlichen System, durch zwei Ohrmarken und einen tierbegleite den Rinderpass.
Die Verordnung legt fest, welche Angaben bei Rindfleisch, welches in der EU in den Verkehr gebracht wird, auf dem Etikett gemacht werden müssen. Durch die Einführung der zweiten Stufe wurden die bisher erforderlichen Angaben durch weitere ergänzt (siehe Kasten). Die Verordnung regelt außerdem die Kontrolle sowie Sanktionen bei Verstößen. In Deutschland wurde die EU-Verordnung durch die Änderung des nationalen Rindfleischetikettierungs-Gesetzes und der Rindfleischetikettierungs-Verordnung in nationales Recht umgesetzt.
Folgende Angaben auf dem Etikett sind obligatorisch:
1.Stufe (seit dem 01.09.2000)
- Referenznummer/Code: (z.B. die Kennnummer des Tiers oder der Gruppe von Tieren, von denen das Fleisch stammt)
- „Geschlachtet in: Name des Mitgliedsstaats oder Drittlandes, EU-Zulassungsnummer des Schlachtbetriebs“
- Zerlegt in: Name des Mitgliedsstaats oder Drittlandes, EU-Zulassungsnummer des Zerlegebetriebs“
2.Stufe (seit dem 01.01.2002)
- Geboren in: Mitgliedsstaat oder Drittland“
- Gemästet in: Mitgliedsstaat und/oder Drittland“
Sind Geburts-, Schlacht- und Mastort identisch, können obige Angaben als Herkunft (Name des Mitgliedsstaats oder Drittlandes) zusammengefasst werden.
Wurden die Tiere lebend in die EU eingeführt und liegen über Geburts- und Mastort keine Informationen vor, müssen diese Angaben durch
- „lebend in die Gemeinschaft eingeführt“ oder
- „lebend eingeführt aus: Name des Drittlandes“ ersetzt werden.
Rindfleisch aus Drittländern, welches in die EU eingeführt wird, muss mit
- „Herkunft: Nicht EG“
- „Geschlachtet in: Name des Drittlandes“
gekennzeichnet werden, falls nicht alle obligatorischen Angaben vorhanden sind. Bei Rinderhackfleisch entfallen die Angaben zu Geburt und Mast. Statt „Zerlegt in“ muss „Hergestellt in: Name des Mitgliedstaats“ auf dem Etikett angegeben werden.
Im Rahmen behördlich genehmigter Etikettierungssysteme können weitere Angaben gemacht werden. Dazu gehören z.B. Informationen zur Rasse, zur Kategorie (z.B. Jungbulle, Färse, Kuh), zur Haltung und Fütterung (Weidemast, Mutterkuhhaltung,...) und Angaben zu Qualitätseigenschaften.
Die Kennzeichnungspflicht besteht nur für frisches, gekühltes, gefrorenes nicht zubereitetes Rindfleisch und Hackfleisch. Nicht unter die Verordnung fallen verarbeitete Rindfleischerzeugnisse wie z.B. Hackfleisch Halb und Halb, Wurstwaren oder Rindfleisch in Fertiggerichten.
Ziel der Verordnung ist es, die Produktions- und Vermarktungsbedingungen der Erzeugnisse für den Verbraucher transparenter zu machen, und das Vertrauen der Verbraucher in die Qualität von Rindfleisch und die daraus hergestellten Produkte zu stärken.
Literatur:
Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL):Rindfleischetikettierung EG-Durchführungsverordnung zur Rindfleischetikettierungs-Verordnung. Rundschreiben FA 80/2000, 29.08.2000
http://www.bll-online.de
http://www.orgainvent.de

Copyright: Auszüge aus dem Ernährungsratgeber "wichtige fragen - richtige antworten". Er besteht aus einem Ringordner, einem Register mit neun Rubriken und 236 Fragen und Antworten und kann bestellt werden gegen 54,80 Euro (inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Portokosten) schriftlich, per Fax oder E-Mail bei der CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH, Referat Wissenschafts-PR, Postfach 20 03 20, 53133 Bonn, Fax (02 28) 8 47-202, E-Mail: Wiss-PR@cma.de.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.cma.de.
Rindfleischetikettierung.