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hervorhebender Hinweis

Fleischerzeugnisse mit hervorhebenden Hinweisen wie Delikatess-, Feinkost-, Gold-, prima, extra, spezial, fein, Ia, ff und dgl. oder in besonders hervorhebender Aufmachung (z.B. goldfarbene Hülle) unterscheiden sich von den unter den betreffenden Bezeichnungen sonst üblichen Fleischerzeugnissen durch besondere Auswahl des Ausgangsmaterials, insbesondere höhere Anteile an Skelettmuskulatur. Hervorhebende Hinweise sind auch die Bezeichnungen Pastete, Roulade, Galantine. Sofern in den Leitsätzen keine besonderen Feststellungen getroffen sind, liegt der Anteil an bindegewebseiweißfreiem Fleischeiweiß in diesen Fällen (2.12) absolut um ein Zehntel (z.B. 11 statt 10%), bezogen auf Fleischeiweiß histrometrisch um 10% (z.B. 80 statt 70 Vol.%), chemisch um 5% (z.B. 75 statt 70%) höher. Bei Erzeugnissen, für deren Herstellung gemäß der Bezeichnung üblicherweise schon bestes Ausgangsmaterial verwendet wird, stellen hervorhebende Zusatzbezeichnungen einen verstärkten Hinweis darauf dar, dass diese Erzeugnisse aus bestem Ausgangsmaterial hergestellt sind (LS 2.12). Bei Fleischerzeugnissen, die üblicherweise sowohl grob als auch fein zerkleinert in den Verkehr kommen, z.B. bei streichfähiger Mettwurst oder Leberwurst, wird der Zerkleinerungsgrad notwendigenfalls nur bei grober Zerkleinerung mit "grob", "grob zerkleinert" oder dgl. deklariert. Sofern eine Kennzeichnung der feinen Zerkleinerung notwendig ist, erfolgt diese mit Wortverbindungen wie "fein zerkleinert", "fein gekörnt" oder "fein gehackt"; LS 2.13; siehe Fleisch-VO 6 Abs. 1.