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Leben Vegetarier gesünder?

Die Begriffserklärung von Leben Vegetarier gesünder?

Vegetarier essen pflanzliche Lebensmitteln und eventuell Produkte tierischen Ursprungs, die von lebenden Tieren stammen, wie Milch, Milchprodukte und Eier. Die meisten Vegetarier leben sehr gesundheitsbewusst: Sie rauchen weniger, trinken nur mäßig Alkohol, sind selten übergewichtig, treiben regelmäßig Sport und wenden Entspannungstechniken an. Von der Durchschnittsbevölkerung unterscheiden sie sich nicht nur durch den Verzicht auf Fleisch, sondern vor allem aufgrund ihres Lebensstils. Eine ausgewogene fleischlose Ernährung erfordert jedoch einen hohen Kenntnisstand und eine bewusste Lebensmittelauswahl. Vor allem der absolute Verzicht auf tierische Lebensmittel, das heißt auch auf Milch, Milchprodukte und Eier, erschwert die Nährstoffversorgung. Hinzu kommt, dass für Personen mit erhöhtem Nährstoffbedarf (Frauen im gebärfähigen Alter, Säuglinge, Kinder, Senioren und Leistungssportler) eine ausreichende Versorgung mit Eisen, Zink, Jod und Vitamin B12 ohne Fleisch kaum möglich ist.Vegetarier lehnen aus ethischen, gesundheitlichen oder ökologischen Gründen Produkte von toten Tieren, d.h. Fleisch, Fleischwaren und Fisch, ab. Die Basis ihrer Ernährung sind pflanzliche Lebensmittel. Je nachdem, welche Nahrungsmittel außerdem gegessen werden, unterscheidet man verschiedene Formen des Vegetarismus: - Ovo-Lacto-Vegetarier- Lacto-Vegetarier- VeganerErgebnisse wissenschaftlicher Studien zeigten bei Vegetariern seltener Risikofaktoren für klassische Zivilisationskrankheiten als bei der Allgemeinbevölkerung. Anhand dieser Ergebnisse lässt sich jedoch nicht der Schluss ziehen, dass die Fleischabstinenz die Ursache für die gesundheitlichen Vorteile ist. Vegetarier haben davon unabhängig ein ganz anderes Verzehrsmuster. Dies ist charakterisiert durch einen sehr niedrigen Fettverzehr, einen ungewöhnlich hohen Gemüse-, Obst- und Brotkonsum, woraus eine hohe Aufnahme von antioxidativen Vitaminen (C, E, ß-Carotin), sekundären Pflanzenstoffen, Kalium, komplexen Kohlenhydraten und Ballaststoffen resultiert. Die Tatsache, dass Vegetarier praktisch nicht rauchen und kaum Alkohol trinken, ist zusätzlich ein gesundheitlicher Vorteil.Diese Erkenntnisse unterstreicht auch das Beispiel der Mormonen, einer auf christlicher Basis entstandenen Religionsgemeinschaft in Nordamerika. Sie essen regelmäßig Fleisch und leben streng gesundheitsbewusst. In der westlichen Welt gelten sie als die Personengruppe mit der höchsten Lebenserwartung.Bei der Beurteilung der Gesundheitsrisiken einer vegetarischen Ernährung muss zwischen Ovo-lacto-Vegetariern und Veganern unterschieden werden. Verschiedene Studien zeigen bei Ovo-lacto-Vegetariern, dass zwar die Versorgung mit Eisen, Jod und Zink sowie Vitamin B12 nicht so gut ist wie bei der übrigen Bevölkerung, jedoch keine klinischen Mangelerscheinungen beobachtet werden. Ein erhöhtes Risiko zur Unterversorgung existiert aber in Lebensabschnitten mit erhöhtem Nährstoffbedarf (s.o.) und bei Leistungssportlern. Untersuchungen veganer Kostformen berichten über individuelle Häufung einer Mangelversorgung mit verschiedenen essentiellen Nährstoffen, v.a. Vitamin D, B6, B12, Calcium, Eisen, Zink, Mangan, Selen, Kupfer und Protein. Besonders drastisch wirkt sich diese unzureichende Versorgung auf die Entwicklung und den allgemeinen Gesundheitszustand von Kindern aus. Aber auch für andere Personengruppen kann diese Kostform wegen der riskanten Nährstoffversorgung nicht empfohlen werden. Fleischverzehr vereinfacht für alle Bevölkerungsgruppen eine bedarfsdeckende Zufuhr wichtiger Nährstoffe und sollte daher Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sein.Grundnahrung = Pflanzliche Lebensmittel, Unterscheidung nach:
Ovo-lacto-Vegetarier + Eier + Milchprodukte
Lacto-Vegetarier + Milchprodukte
Veganer - Honig, - Wolle, - Leder
"Pudding-Vegetarier" Herkömmliche Kost - Fleisch

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