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Leber

Die Begriffserklärung von Leber

Als Speicherorgan enthält Leber sehr hohe Vitamin- und Mineralstoffgehalte, die weit über den Konzentrationen im Muskelfleisch liegen. Trotzdem haben Leber und Innereien von Schlachttieren allgemein bei vielen Verbrauchern ein negatives Image. Der Grund sind die vermuteten Schadstoffgehalte. Leider speichert die Leber nicht nur Vitamine und Mineralstoffe, sondern auch unerwünschte Substanzen (z.B. Schwermetalle). Diese sind überall in unserer Umwelt enthalten und können sich im Laufe des Tierlebens in der Leber anreichern. Überschreitungen von Richtwerten werden jedoch sehr selten beobachtet. Denn es dürfen nur Innereien von Jungtieren angeboten werden, die natürlicherweise schadstoffärmer sind. Ein gelegentlicher Verzehr von Leber ist deshalb durchaus zu empfehlen.
Leber zählt zusammen mit Nieren, Zunge, Herz, Lunge, Milz und der Thymusdrüse von jungen Tieren (Bries) zu den essbaren Innereien von Schlachttieren. Als größtes inneres Organ übernimmt sie lebensnotwendige Funktionen. Die Leber ist das zentrale Organ im Kohlenhydrat-, Fett- und Proteinstoffwechsel und produziert Gallensaft, Cholesterin, Harnsäure, Plasmaproteine und Gerinnungsstoffe. Darüber hinaus speichert sie bedeutende Mengen an ernährungsphysiologisch wertvollen Inhaltsstoffen wie Eisen, Zink, Selen, Kupfer, Vitamin A, B2 und B12. So enthält eine Portion Kalbsleber (125g) 10,5mg Zink. Diese Menge entspricht fast 90% der empfohlenen täglichen Zufuhr an Zink für eine Frau im mittleren Lebensalter.
Zahlreiche Erhebungen zeigen, dass Verbraucher Schadstoffen in Lebensmitteln eine große Bedeutung beimessen. Dazu gehören die so genannten Schwermetalle. Sie gelangen über das Futter in die Leber. Die Belastung mit Quecksilber ist in den letzten Jahren fast vollständig zurückgegangen, da quecksilberhaltige Saatbeizmittel in Deutschland schon länger verboten sind. Auch das Benzin-Blei-Gesetz von 1974 bewirkte einen deutlichen Rückgang der Blei-Emission und damit eine Reduktion von Schwermetallrückständen in Innereien. Der Schwermetallgehalt von Schweine- und Lammleber wurde 1996 in einem bundesweiten Lebensmittelmonitoring untersucht. Sowohl in Schweine- als auch in Lammlebern waren die Gehalte niedrig, wie nachstehend auch im Vergleich zu den Richtwerten zu sehen ist.
Gesundheitliche Probleme sind durch den Verzehr von Leber nicht zu befürchten. Im Rahmen einer ausgewogenen Mischkost ist Leber ein durchaus empfehlenswertes Lebensmittel und leistet einen Beitrag zur täglichen Nährstoffversorgung.
Literatur:
Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV): Schwangere sollten weiterhin auf den Verzehr von Leber verzichten. Pressedienst 20/95, Berlin 23. Oktober, 1995
CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH: Gehören Innereien zu einerausgewogenen Ernährung? Informationsdienst Fleisch 6, Bonn, 1996
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Ernährungsbericht 1996. Frankfurt, 1996
Elmadfa, I., Fritzsche, D., Cremer, H.-D.: Die große GU-Vitamin- und Mineralstofftabelle. Gräfe und Unzer, München, 1992
Elmadfa, I. et al.: Die große Nährwert-Kalorien-Tabelle. Gräfe und Unzer, München, 1998/99
Teubner, C., Frey, W., Schönfeldt, S.: Beef – Von Steak bis Tafelspitz. Teubner Edition, Füssen, 1993

Copyright: Auszüge aus dem Ernährungsratgeber "wichtige fragen - richtige antworten". Er besteht aus einem Ringordner, einem Register mit neun Rubriken und 236 Fragen und Antworten und kann bestellt werden gegen 54,80 Euro (inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Portokosten) schriftlich, per Fax oder E-Mail bei der CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH, Referat Wissenschafts-PR, Postfach 20 03 20, 53133 Bonn, Fax (02 28) 8 47-202, E-Mail: Wiss-PR@cma.de.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.cma.de.
Als Speicherorgan enthält Leber sehr hohe Vitamin- und Mineralstoffgehalte, die weit über den Konzentrationen im Muskelfleisch liegen. Trotzdem haben Leber und Innereien von Schlachttieren allgemein bei vielen Verbrauchern ein negatives Image. Der Grund sind die vermuteten Schadstoffgehalte. Leider speichert die Leber nicht nur Vitamine und Mineralstoffe, sondern auch unerwünschte Substanzen (z.B. Schwermetalle). Diese sind überall in unserer Umwelt enthalten und können sich im Laufe des Tierlebens in der Leber anreichern. Überschreitungen von Richtwerten werden jedoch sehr selten beobachtet. Denn es dürfen nur Innereien von Jungtieren angeboten werden, die natürlicherweise schadstoffärmer sind. Ein gelegentlicher Verzehr von Leber ist deshalb durchaus zu empfehlen.
Leber zählt zusammen mit Nieren, Zunge, Herz, Lunge, Milz und der Thymusdrüse von jungen Tieren (Bries) zu den essbaren Innereien von Schlachttieren. Als größtes inneres Organ übernimmt sie lebensnotwendige Funktionen. Die Leber ist das zentrale Organ im Kohlenhydrat-, Fett- und Proteinstoffwechsel und produziert Gallensaft, Cholesterin, Harnsäure, Plasmaproteine und Gerinnungsstoffe. Darüber hinaus speichert sie bedeutende Mengen an ernährungsphysiologisch wertvollen Inhaltsstoffen wie Eisen, Zink, Selen, Kupfer, Vitamin A, B2 und B12. So enthält eine Portion Kalbsleber (125g) 10,5mg Zink. Diese Menge entspricht fast 90% der empfohlenen täglichen Zufuhr an Zink für eine Frau im mittleren Lebensalter.
Zahlreiche Erhebungen zeigen, dass Verbraucher Schadstoffen in Lebensmitteln eine große Bedeutung beimessen. Dazu gehören die so genannten Schwermetalle. Sie gelangen über das Futter in die Leber. Die Belastung mit Quecksilber ist in den letzten Jahren fast vollständig zurückgegangen, da quecksilberhaltige Saatbeizmittel in Deutschland schon länger verboten sind. Auch das Benzin-Blei-Gesetz von 1974 bewirkte einen deutlichen Rückgang der Blei-Emission und damit eine Reduktion von Schwermetallrückständen in Innereien. Der Schwermetallgehalt von Schweine- und Lammleber wurde 1996 in einem bundesweiten Lebensmittelmonitoring untersucht. Sowohl in Schweine- als auch in Lammlebern waren die Gehalte niedrig, wie nachstehend auch im Vergleich zu den Richtwerten zu sehen ist.
Gesundheitliche Probleme sind durch den Verzehr von Leber nicht zu befürchten. Im Rahmen einer ausgewogenen Mischkost ist Leber ein durchaus empfehlenswertes Lebensmittel und leistet einen Beitrag zur täglichen Nährstoffversorgung.
Literatur:
Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV): Schwangere sollten weiterhin auf den Verzehr von Leber verzichten. Pressedienst 20/95, Berlin 23. Oktober, 1995
CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH: Gehören Innereien zu einerausgewogenen Ernährung? Informationsdienst Fleisch 6, Bonn, 1996
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Ernährungsbericht 1996. Frankfurt, 1996
Elmadfa, I., Fritzsche, D., Cremer, H.-D.: Die große GU-Vitamin- und Mineralstofftabelle. Gräfe und Unzer, München, 1992
Elmadfa, I. et al.: Die große Nährwert-Kalorien-Tabelle. Gräfe und Unzer, München, 1998/99
Teubner, C., Frey, W., Schönfeldt, S.: Beef – Von Steak bis Tafelspitz. Teubner Edition, Füssen, 1993

Copyright: Auszüge aus dem Ernährungsratgeber "wichtige fragen - richtige antworten". Er besteht aus einem Ringordner, einem Register mit neun Rubriken und 236 Fragen und Antworten und kann bestellt werden gegen 54,80 Euro (inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Portokosten) schriftlich, per Fax oder E-Mail bei der CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH, Referat Wissenschafts-PR, Postfach 20 03 20, 53133 Bonn, Fax (02 28) 8 47-202, E-Mail: Wiss-PR@cma.de.

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Organ der Brusthöhle, Drüsenorgan; zur Nebenausbeute gehörend, Innereien.