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Zutatenverzeichnis

Die Begriffserklärung von Zutatenverzeichnis

Die meisten unserer Lebensmittel sind heute verpackt. Trotzdem muss keiner "die Katze im Sack" kaufen. Die Kennzeichnungsverordnung schreibt nämlich vor, dass auf dem Etikett unter anderem das Zutatenverzeichnis angegeben werden muss: Hier werden - ähnlich einem Rezept - die verwendeten Zutaten aufgezählt. An erster Stelle steht die Zutat, von der die größte Menge enthalten ist, an letzter Stelle ist die Zutat zu finden, von der die kleinste Menge hinzukam. Die genaue Menge der verwendeten Zutaten in Gramm und Litern erfährt der Verbraucher allerdings nicht. Aus der Reihenfolge der Zutaten wird aber deutlich, ob zum Beispiel ein Getränk vorwiegend aus Früchten oder Wasser, Zucker und Aromastoffen besteht. Die Zutaten werden üblicherweise mit ihrer Verkehrsbezeichnung aufgeführt. Möglich ist jedoch manchmal auch die Verwendung eines Sammelnamens, der mehrere ähnliche Zutaten zu einer Klasse zusammenfasst, zum Beispiel können verschiedene Kräuter als "Kräuter- oder Kräutermischung" aufgeführt werden. Verwendete Zusatzstoffe müssen in der Zutatenliste aufgeführt werden. Der Klassenname, zum Beispiel Farbstoffe, Konservierungsstoffe, Backtriebmittel, Geliermittel, Geschmacksverstärker, informiert den Verbraucher über den Zweck des Zusatzstoffes, der aus seiner chemischen Bezeichnung oder der E-Nummer nicht ohne weiteres zu erkennen ist. Die E-Nummern sind dreistellige Zahlen, meist mit einem großen E davor. Das E steht für EG/EU bzw. für edibel/essbar. Sie gelten in allen EU-Ländern einheitlich und kennzeichnen einen Zusatzstoff somit eindeutig über alle Sprachgrenzen hinweg, Farbstoffe tragen zum Beispiel die Nummern E 100 bis E 180. Besonders wichtig ist das Zutatenverzeichnis für Personen, die bestimmte Lebensmittelbestandteile nicht vertragen oder sie aus anderen Gründen meiden wollen.