Forschung & Entwicklung: Neue Stallanlage in ...
FBN / Mogwitz, FBN / Mogwitz
Die Experimentieranlage Schwein mit dem Erweiterungsanbau aus der Vogelperspektive.
Die Experimentieranlage Schwein mit dem Erweiterungsanbau aus der Vogelperspektive.

DUMMERSTORF Der Erweiterungsanbau an der Experimentalanlage Schwein des Leibniz-Instituts für Nutztierforschung in Dummerstorf (FBN) ist in der vergangenen Woche eröffnet worden.

Wie das Landwirtschaftsministerium in Schwerin dazu mitteilte, bietet der neue Stallkomplex Platz für 24 Sauen und ihren Nachwuchs. Sechs Gruppen mit jeweils vier Tieren würden für vergleichende Forschungen gehalten. Der Stall, seine Flächen und seine Ausgestaltung entsprächen den Vorgaben für die ökologische Sauenhaltung. Das gelte als der Goldstandard für eine tierwohlgerechte Nutztierhaltung, erklärte das Ministerium. Dies beinhalte auch einen dauernden Auslauf für die Schweine. Dennoch handle es sich nicht um einen „Öko-Sauenstall“; denn es würden keine Bioschweine produziert, weil im FBN keine Fütterung nach den Ökovorgaben durchgeführt werde.

„Dieser Stall erweitert die Forschungsinfrastruktur des FBN ganz entscheidend. Hinter dieser Erweiterung steckt eine klare Forschungsstrategie. Die unterschiedlichen Haltungssysteme sollen vergleichend in Bezug auf das Tier als System im System untersucht werden“, erklärte Ressortchef Dr. Till Backhaus anlässlich der Eröffnung. Verschiedene Schweinerassen würden dahingehend verglichen, wie sie mit den unterschiedlichen Haltungssystemen zurechtkämen. Es sei denkbar, dass alte Schweinerassen durch stärker an dem Tierwohl orientierte Haltungssysteme wieder an Bedeutung gewännen, so Backhaus.

Für die Erhaltung der genetischen Vielfalt und die Stärkung regionaler Erzeugungs- und Verarbeitungsketten wäre das durchaus hilfreich. „Entscheidend ist für mich, dass wir dabei immer im Blick behalten, wie können die Erkenntnisse die praktische Nutztierhaltung verbessern, verbessern in Bezug auf mehr Tierwohl, auf weniger Umweltbelastungen, auf höhere Ressourceneffizienz und natürlich auch in Bezug auf eine auskömmliche Ökonomie bei den Landwirten“, betonte der Minister. Der Erweiterungsanbau wurde durch sein Ressort und das Bundeslandwirtschaftsministerium mit zusammen 1,8 Mio Euro gefördert.

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Quelle: fleischwirtschaft.de; AgE
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