FNR: Verpackungen werden biologisch
Imago / Manuel Geisser
Ein recyclinggerechtes Verpackungskonzept für MAP-Verpackungen soll entwickelt werden.
Ein recyclinggerechtes Verpackungskonzept für MAP-Verpackungen soll entwickelt werden.

GÜLZOW/MANNHEIM Wie die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) mitteilte, ist es Ziel aller Projekte, dass die Verpackungen einen möglichst hohen biobasierten Anteil haben und recyclingfähig sind.

Alle vier Ansätze beschäftigten sich mit verpackungstechnisch anspruchsvollen Anwendungsbereichen. Der FNR zufolge werden sensible Lebensmittel oft unter einer Schutzatmosphäre verpackt, dem „Modified Atmosphere Packaging“ (MAP). Der biobasierte Kunststoff Polylactid (PLA) eigne sich aufgrund seiner hohen Wasserdampfdurchlässigkeit nicht immer für dieses Verfahren. Deshalb solle mit „PLA4MAP“ ein recyclinggerechtes Verpackungskonzept für MAP-Verpackungen auf Basis von PLA entwickelt werden. Die Verpackung werde aus einer thermogeformten PLA-Schale und einer PLA-Siegelfolie bestehen. Schale und Folie würden mehrschichtig aufgebaut, um den Anforderungen an die zu verpackenden Lebensmittel und an den Verpackungsprozess gerecht zu werden.


Zudem wollten drei Projektpartner biobasierte Folien entwickeln und deren Eignung für Pouch-Verpackungen testen. Angestrebt werde die Herstellung aus Monofolien mit einem möglichst hohen biobasierten Anteil, sodass ein einfaches, werkstoffliches Recycling möglich sei. Darüber hinaus wollten vier Partner aus der Forschung und Industrie im Rahmen von „Bio2Bottle“ Flaschen aus Polhydroxyalkanoaten (PHA) herstellen. Die PHA-Compounds sollten einfach zu bedienen sein sowie eine gute Materialstabilität und hohe Wasserdampfbarriere aufweisen. Zugleich müssten sie CO2- und sauerstoffdurchlässig sein.

Außerdem wollen laut der FNR zwei Partner biobasierte Schrumpffolien für den Lebensmittelbereich entwickeln. Durch den Einsatz des auf Stärke basierten Kunststoffes Agenacomp der österreichischen Tochterfirma Agrana werde der biologische Abbau der betreffenden Verpackung beschleunigt und diese sei heimkompostierbar.

Quelle: www.fleischwirtschaft.de, www.fnr.de
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