Fraunhofer-Institut: Recycling von Kunststoff...
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Forscher im Vorhaben „CircularFoodPack“ wollen Sortiersysteme entwickeln, die die Trennung von Lebensmittelverpackungsabfällen ermöglichen.
Forscher im Vorhaben „CircularFoodPack“ wollen Sortiersysteme entwickeln, die die Trennung von Lebensmittelverpackungsabfällen ermöglichen.

FREISING Ein leichteres Recycling von Kunststoffverpackungen für Lebensmittel ist Ziel eines neuen Forschungsvorhabens, das unter dem Titel „Circular FoodPack“ jetzt von insgesamt 14 Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus sechs Ländern unter Koordination des Fraunhofer-Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV) durchgeführt wird.

Darauf hat die Bayerische Forschungsallianz GmbH als ein Projektpartner hingewiesen. Um die hohen Anforderungen an den Schutz und die Sicherheit von Lebensmitteln zu erfüllen, würden für die Herstellung von Lebensmittelverpackungen flexible Kunststoff-Mehrschichtverbunde eingesetzt. Weil diese aber untrennbar miteinander verbunden seien, könnten diese Mehrschichtverbunde mit heutigen Recyclingtechnologien nicht zu hochwertigen Materialien aufbereitet und zirkulär genutzt werden. Darüber hinaus stelle die EU-Gesetzgebung eine Hürde dar, so die Forschungsallianz.


Es gebe klare Vorgaben für die zulässigen Ausgangsmaterialien für Rezyklate, die in direktem Kontakt mit Lebensmitteln wiederverwendet werden dürften. Bisher würden jedoch die Abfallströme von Non-Food- und Lebensmittelverpackungen nicht getrennt, wodurch die Rezyklate die EU-Anforderungen nicht erfüllten.

Vor diesem Hintergrund wollen die Forscher im Vorhaben „CircularFoodPack“ nach eigenen Angaben Sortiersysteme entwickeln, die erstmals die Trennung von Nichtlebensmittel- und Lebensmittelverpackungsabfällen ermöglichen.

Daneben sei geplant, die Recyclingprozesse zu verbessern sowie innovative Monomaterial-Verpackungen für Lebensmittel zu entwickeln, die leicht zu sortieren und zu recyceln seien. Das im Juni gestartete Vorhaben soll bis November 2024 laufen und wird von der Europäischen Kommission mit insgesamt rund 5,37 Mio. Euro gefördert.

Quelle: fleischwirtschaft.de; AgE
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